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Krisensichere Wertpapiere

Warum die Softdrink- und Snackindustrie boomt

Die Corona-Pandemie, der Halbleitermangel oder auch die Inflation: Unternehmen wie Coca-Cola (ISIN: US1912161007; WKN: 850663) und Pepsi (ISIN: US7134481081; WKN: 851995) gelten in wirtschaftlich prekären als besonders robust. Die großen Getränkeproduzenten generieren durch die hohe Nachfrage auch in Krisenzeiten hohen Umsatz. Die Aktienkurse stemmen sich gegen den Abwärtstrend, während andere Aktienkurse und Indizes massiv an Wert verlieren. 

Seit Beginn des Handelsjahres haben der breit gefächerte S&P 500 und die Technologiebörse NASDAQ jeweils 13 und 15 Prozent an Wert verloren. Die Inflation und die damit einhergehende Leitzinserhöhung und der russische Angriffskrieg in der Ukraine sorgten unter anderem für einen der schlechtesten Jahresverläufe in der Börsengeschichte. Im Kontrast dazu legte Coca-Cola um fast acht Prozent zu, Pepsi um immerhin zwei Prozent.

Es handelt sich um Dinge des täglichen Bedarfs. Diese gelten als in der Regel konjunkturunabhängig. Obwohl die Nachfrage durch die steigenden Preise geschmälert wird, erzielen Unternehmen der Softdrink- und Snackindustrie massiv an Umsatz. Pepsi-Chef Ramon Laguarta hob Mitte letzten Monats die Umsatzprognose zum zweiten Mal für dieses Jahr an. Er verwies auf die “Widerstandsfähigkeit” der Kategorie, flexible Lieferketten und starke Marktdurchdringung.

Pepsi

“Wenn Sie im Lauf der Zeit schauen, haben unsere Kategorien in inflationären Zeiten immer ziemlich gut abgeschnitten. Es ist das Resultat unserer Leistung als Unternehmen, es ist ziemlich inflations- und rezessionsbeständig”, erklärt Finanzchef Johnston. Es wird der Versuch gewagt, trotz steigenden Preisen die Verbraucher bei den Top-Marken zu halten. Ganz spurlos zieht die Krise an Pepsi jedoch nicht vorbei. Als Folge des russischen Überfalls wurde der Verkauf von Getränken eingestellt, Produkte wie Milch, Babynahrung und Lebensmittel werden aus humanitären Gründen weiterhin produziert und veräußert. Eine Fabrik im ukrainischen Kiew hat bereits wieder geöffnet.

Coca-Cola

Beim direkten Konkurrenten Coca-Cola sprudeln die Umsätze ebenfalls. Allein in den Monaten zwischen April und Juni wuchs der Umsatz um satte 16 Prozent. Konzernchef James Quincey erklärt dieses Phänomen damit, dass die Konsumenten nach der Pandemie wieder bereit wären, mehr Geld auszugeben. 

“Wir sehen weiter starke Widerstandskraft im Geschäft und hohe Nachfrage nicht nur in den USA, sondern weltweit”, berichtet Finanzchef John Murphy. Allein in Indien wurden im ersten Quartal dieses Jahres mehr als 500 Millionen zusätzliche Kleinkäufe getätigt.

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