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Apple
WKN 865985

Zukünftig soll das neue iPhone nicht nur in China produziert werden

Verlagerung der Produktionsstätten nach Indien und Vietnam - Unabhängigkeit erlangen durch Diversifizierung

Voraussichtlich soll das neue iPhone 14 des Hard- und Softwareherstellers Apple (ISIN: US0378331005 ; WKN: 865985) erstmals am 07. September der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zwei Wochen später könnte schon der Verkauf beginnen. Bisher wurden Produkte des Billionen-Dollar-Unternehmens in China produziert, was sich mit der neuen iPhone-Generation ändern könnte. 

“Apple ist dabei, seine Produktion aus China in andere Länder zu verlagern, besonders nach Indien und Vietnam”, erklärt KC Quah, Lieferkettenexperte des Marktforschers Gartner. Auch der Analyst Ming-Chi Kou von TF International Securities ist überzeugt, dass Apple in diesem Jahr das neue Smartphone parallel in Indien produzieren wird. Durch die Änderung der Produktionsstätten soll die Abhängigkeit des Tech-Unternehmens von der Volksrepublik geschmälert werden. 

Des Weiteren sind Hinweise durch die Finanzagentur Bloomberg bekannt, dass die Herstellung in Indien im November starten soll. Das US-amerikanische Unternehmen hat sich dahingehend noch nicht geäußert, jedoch weist die kongruente Berichterstattung darauf hin, dass Indien in naher Zukunft eine erhebliche Rolle als Produktionsland spielen wird. Im ersten Quartal sollen in Indien rund eine Million iPhones gefertigt worden sein. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum wurde in China die 56-fache Menge an Smartphones produziert. 

Im Jahre 2017 wurden erstmals iPhones, vornehmlich das Einstiegsgerät iPhone SE, in Indien produziert. Im April diesen Jahres bestätigte Apple, dass nun auch die iPhone 13-Generation in dem südasiatischen Staat hergestellt wird. “In China gibt es eine hohe Qualität in der Fertigung, und alle Zulieferer sind direkt vor Ort. Das lässt sich nicht so einfach in Indien oder Vietnam nachbauen”, erklärt KC Quah. “Das Risiko, zu stark von einem Land abhängig zu sein, ist schlicht zu hoch”, warnt Quah. Er ist dennoch überzeugt, dass Apple seine Lieferketten diversifizieren wird, auch wenn dies eine enorme Herausforderung darstellt.

Zudem sind in der Volksrepublik die Personalkosten rasant angestiegen. Hervorzuheben ist hier besonders Schanghai, wo das Macbook Pro und iPads gefertigt werden. Die Löhne sind im direkten Vergleich in Indien oder Vietnam deutlich geringer. Es wird sich zeigen, ob Apples Diversifizierung Früchte trägt und ob dadurch die Unabhängigkeit vorangetrieben wird. 

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