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“Liquid Alternatives” - Neue Anlagestrategie im Aufwärtstrend

Im Gegensatz zu herkömmlichen Hedgefonds sind “Liquid Alternatives” deutlich sicherer.

Unter dem Begriff der “Liquid Alternatives” werden alternative Anlagestrategien zusammengefasst, die besonders in Abwärtsmärkten ihr Potenzial entfalten sollen. Sie setzen auf fallende und steigende Kurse und werden daher auch als “Hedgefonds light” bezeichnet, da sie Hedgefonds-Strategien einsetzen. Im Gegensatz zu klassischen Hedgefonds sind “Liquid Alternatives” deutlich transparenter und regulierter. 

“Liquid Alternatives” versus Hedgefonds:

Im Gegensatz zu herkömmlichen Hedgefonds sind “Liquid Alternatives” deutlich sicherer. Hedgefonds hatten eigentlich das Ziel, Risiken bei der Geldanlage zu minimieren. Infolgedessen ergibt sich auch der Begriff Hedging, was auf deutsch “absichern” bedeutet. Betrachtet man jedoch Personen wie Ray Dalio, Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater, zeigt sich, dass es um riesige Summen Geld mit maximalem Gewinn geht. “Liquid Alternatives” eignen sich daher als Ergänzung im Portfolio. 

Long/ Short Equity:

Bei dieser Strategie werden gleichzeitig verschiedene “Long-” und “Short-” Positionen von verschiedenen Aktien geöffnet. Es wird darauf spekuliert, wie sich die Wertpapiere in der Zukunft verhalten. Klassische Investmentfonds setzen auf einen “long-only” Ansatz, während Hedgefonds teilweise nur gezielt auf Leerverkäufe setzen.  

Relative Value

“Make money on spreads” - Vertreter der Relative Value-Strategie generieren Gewinne, indem sie Preisunterschiede zwischen verbundenen Wertpapieren ausnutzen (Spread). Ein Aktionär kauft beispielsweise an einer Börse kurzfristig unterbewertete Aktien, um sie gleichzeitig an einem anderen Handelsplatz zu einem höheren Kurs zu veräußern.

Event Driven

Wie der Titel schon sagt, ist das Ziel der Event-Driven-Strategie bestimmte Ereignisse (Events) für sich zu nutzen. Das können Fusionen oder Übernahmen sein. Bei Übernahmen werden Aktien des übernommenen Unternehmens gekauft. In der Regel steigt der Kurs des übernommenen Unternehmens. Wertpapiere des Übernahme-Unternehmens dagegen werden verkauft. Man geht davon aus, dass der Kurs erst einmal fällt, weil die Investition den Wert der Aktie drückt. Auch Firmen, die in Schwierigkeiten sind, sind im Fokus der Strategen. Gelingt die Sanierung, winken auch hier Kursgewinne.

Global Macro

Bei dieser Strategie steht die globale Entwicklung im Mittelpunkt. Davon ausgehend spekuliert der Anleger auf die Kursentwicklung unterschiedlicher Anlageformen, wie Gold, Rohöl oder Wertpapiere.

Fazit

Die Anlagestrategie “Liquid Alternatives” baut auf den Erfolgskonzepten der Hedgefonds, ist im Gegensatz dazu jedoch deutlich risikoärmer. Sie eignen sich durchaus als Ergänzung im Portfolio, sollten jedoch nicht die einzige Strategie sein, um Gewinne zu generieren. Michael Lichter, Kapitalmarktexperte bei Lupus Alpha, erklärt dazu: “Solche Produkte bilden sicherlich nicht den Kern eines Depots, aber sie sind eine gute Beimischung für den Anleger. Ungefähr zehn Prozent für Liquid Alternatives sind in einer ausgewogenen Vermögensstruktur langfristig sicherlich nicht falsch.”

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