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Compleo Charging Solutions AG
WKN A2QDNX

Elektromobilität in Deutschland - Ein Blick auf die Ladeinfrastruktur

Wie performen entsprechende Unternehmen? Einzelwerte im Vergleich.

Energie und Klimaschutz: Im Kampf gegen die Klimaerwärmung soll der Verkehrssektor ökologischer gestaltet werden. Neben dem Ausbau des ÖPNV und Radwegen soll die Elektromobilität gefördert werden. Dazu gehört ebenfalls, die Ladeinfrastruktur zu stärken. Im direkten Vergleich zum Jahr 1990 sollen sich die Emissionen im Verkehr bis 2030 um rund 40 Prozent verringern.

Bundesministerium mit hohen Fördergeldern: Zwischen Februar 2017 und Juni 2021 hatte der Bund im Zuge der “Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ in sechs Förderaufrufen insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und damit sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden bei der Errichtung von Schnell- und Normal-Ladepunkten unterstützt. Dieses Bundesförderprogramm für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) stieß auf eine sehr große Nachfrage, sodass Anträge für den Aufbau von 30.000 Ladepunkten bewilligt werden konnten, davon knapp 10.000 Schnellladepunkte.

Weiterer Ausbau in Aussicht: Die hohe Nachfrage hat dazu geführt, dass ein weiteres Förderprogramm „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ neu auferlegt wurde. Im Gegensatz zum vorherigen Programm stellt das BMDV bis Ende 2025 insgesamt nochmal 500 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt läuft bereits seit Sommer 2021. Gefördert werden neben der Beschaffung und Errichtung von Ladeinfrastruktur an neuen Standorten auch die Aufrüstung oder Ersatzbeschaffung von Ladeinfrastruktur.

Der Masterplan der Bundesförderung: Bis 2030 sollen in Deutschland insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Das Bundeskabinett hat dafür im November 2019 einen "Masterplan Ladesäuleninfrastruktur" beschlossen. “Wer sein E-Auto nicht laden kann, wird sich keins kaufen”, so heißt es im sogenannten Masterplan. 

E-Mobilität eine Rarität? Auch wenn Elektroautos keine Seltenheit mehr sind, machen diese nur einen Bruchteil des Fahrzeugbestandes aus. „Von den 48,5 Millionen PKWs in Deutschland, die am 1. Januar 2022 zugelassen waren, erreichten Elektroautos einen Anteil von nur 1,3 Prozent. Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg erfasste 618.460 reine Elektroautos, erklärte die Zeitschrift “Auto Straßenverkehr”. Obwohl der Ausbau seitens der Bundesregierung vorangetrieben wird, verläuft die digitale Transformation langsamer als gedacht. Das Ziel der 15 Millionen Elektroautos bis 2030 erscheint gänzlich unrealistisch. 

Strompreis als Herausforderung?

Seit Beginn des Jahres hat sich der Strompreis je Megawattstunde um zwischenzeitlich 710 Prozent auf über 980,00 Euro erhöht. Ein Anstieg, der sowohl Privatkunden als auch Unternehmen belastet. Die Ursachen hierfür sind verschieden: Sowohl der Krieg in der Ukraine und damit einhergehende Rohstoffengpässe als auch der trockene Sommer und die abgeschalteten Kernreaktoren in Frankreich tragen ihren Teil zu diesem Anstieg bei. Die Nachfrage nach deutschem Strom ist groß, weshalb Unmengen an elektrischer Energie ins Ausland exportiert werden. 

Einzelwert im Faktencheck - Ist die Elektrifizierung in den Aktienverläufen zu erkennen? 

Compleo

Die Compleo Charging Solutions beschreibt sich selbst als Wegbereiter für Elektromobilität. Laut eigener Website werden über 150.000 Ladesessions pro Monat über die IT-Plattform vermarktet. Zudem verfügt Compleo 42.500 vernetzte Ladepunkte. 

Der Börsengang erfolgte am 21. Oktober 2020 an der Frankfurter Wertpapierbörse. 5.069.785 Aktien wurden zu einem Emissionspreis von 45,00 Euro in den Umlauf gebracht. Der Börsenverlauf ist seitdem durchwachsen. Einerseits konnte Anfang August ein All-Time-High von fast 112 Euro erzielt werden, ein Anstieg von fast 150 Prozent. Jedoch ging es, ähnlich wie bei anderen Aktien und Indizes, gegen Ende des Jahres abwärts. Seit seinem Allzeithoch befinden sich die Wertpapiere in einem Abwärtstrend. Von ihrem Emissionspreis sind die Aktien über 85 Prozent entfernt.

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Blink Charging Co.

Blink Charging Co. ist Eigentümer, Betreiber und Anbieter von Ladegeräten für Elektrofahrzeuge (EV) und von vernetzten EV-Ladediensten in den Vereinigten Staaten und auf internationalen Märkten. Das Unternehmen bietet Ladegeräte und -dienste für Privat- und Geschäftskunden an, die das Aufladen von Elektrofahrzeugen an verschiedenen Orten ermöglichen.

Die Blink Charging Co. hat eine unfassbare Hausse hinter sich: Innerhalb eines Jahres haben sich die Wertpapiere verzehnfacht und befinden sich seitdem in einem Abwärtstrend. Bis dato haben die Aktien seit ihrem All-Time-High fast 80 Prozent verloren. 

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Fazit

Obwohl die Elektrifizierung und der Ausbau der Elektromobilität sukzessiv stattfinden, befinden sich die aufgeführten Wertpapiere in einem Abwärtstrend. Fraglich ist nun, wie diese Daten zu interpretieren sind. Es darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die meisten börsennotierten Unternehmen im Jahr 2021 einen nie dagewesenen Boom erlebt haben und anschließend, aufgrund der Rezession und der Leitzinserhöhung, hohe Verluste hinnehmen mussten. Hinzu kommt, dass die Strom- und Energiepreise exorbitant gestiegen sind, sodass insbesondere die Nachfrage nach E-Autos eingebrochen ist. Allerdings werden sich vermutlich auf lange Sicht immer mehr Unternehmen und Privatleute für Elektromobilität entscheiden (müssen). 

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