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Nach Hochkonjunktur des Goldpreises

Wochenverlust des Edelmetalls sorgt für Aufsehen. Gold dient schon seit Jahrzehnten als krisensichere Wertanlage. Sowohl Privatanleger als auch Institutionen investieren in das goldene Edelmetall, um sich vor Wirtschaftskrisen zu schützen.

Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage in US-Dollar ermittelt. Oftmals verhalten sich der Gold- und Dollarpreis umgekehrt proportional, folglich sinkt der Dollarkurs, wenn der Goldpreis ansteigt. Die Inflation in den USA sorgte für eine expansive Phase des Edelmetalls. 

Geldpolitik und Goldpreis

Am vergangenen Mittwoch erfolgte durch die US-Notenbank FED eine Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte, weitere Zinsschritte können noch erfolgen. Zudem stiegen die US-Renditen weiter an und bieten mit 2,18 Prozent die höchsten Staatsanleihen seit Mai 2019 an. Die Regulierung und deflationäre Bemühungen der US-Notenbank wirken sich auf den Goldpreis aus: Dieser erreichte in der ersten Märzwoche einen Wert von rund 2070,00 US-Dollar. Seitdem hat das Edelmetall einen Abwärtstrend hingelegt und liegt nun bei rund 1925,00 USD. Allein in der vergangenen Woche hat der Goldpreis um fast 2,5 Prozent abgenommen, der höchste Wochenverlust seit Ende November. 

Gleichzeitig haben US-amerikanische Wertpapiere und Kryptowährungen wie der Bitcoin an Wert zugelegt. Ein Indiz dafür, dass der Risk-Off-Modus abzuklingen scheint und Investoren wieder bereit sind, Geld zu investieren. So befand sich beispielsweise die Mutter aller Kryptowährungen, der Bitcoin, am Anfang vergangener Woche noch bei 37.700,00 USD. Eine Woche später liegt der Preis für einen Coin nun bei knapp 41.000,00 USD. 

Gold Futures

Beim Future Trading wird etwas unter bestimmten Bedingungen gehandelt, Menge und Preis werden im Vorhinein festgelegt, jedoch erst am Stichtag in der Zukunft abgerechnet. Aktienmärkte, Kryptowährungen oder auch Rohstoffe wie Gold sind einer hohen Volatilität ausgesetzt und locken Spekulanten an. Das bedeutet, dass Trader auf Preisbewegungen innerhalb oder über mehrere Handelstage spekulieren. Der Rückgang des Goldpreises spiegelt sich im Future-Trading wieder: In der vergangenen Woche wurde ein Rückgang von 638.500 auf 617.600 Kontrakte verzeichnet. Die Long-Positions, bei denen Trader auf einen steigenden Preis spekulieren, sind um 4,6 Prozent gesunken. 

Fazit

Die jüngsten Bewegungen am Aktien- und Kryptomarkt zeigen die Risiko- und Investitionsbereitschaft der Investoren. Auch die Regulierung des Dollarkurses zeichnet sich im fallenden Goldpreis ab. Sollte der US-Dollar im Wechselkurs zu anderen Währungen weiter sinken und die internationalen Börsen und Indizes weiter an Zulauf gewinnen, erscheint ein sprunghafter Anstieg des Goldpreises unrealistisch. Zudem sorgte der Ukraine-Krieg für hohe Anstiege des Öl- und Weizenpreises. Es zeigt sich, dass sich die Finanzwelt sukzessiv von der Depression der vergangenen Monate erholt und die Nachfrage nach krisensicheren Rohstoffen sinkt.

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