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Glänzende Aussicht für Edelmetalle

Warum Gold ein deutliches Aufwärtspotenzial hat und welche Edelmetalle Experten für attraktiv halten.

Experten des Edelmetallverarbeiters “Heraeus” gehen davon aus, dass die Zinspolitik der US-Notenbank Fed über die Stärke des Dollars zum wichtigsten Faktor des Goldpreises wird. Laut Chefhändler Henrik Marx ist die Richtung des Dollars entscheidend für die Kursgewinne von Gold. 

Steigende Zinsen und fallende Inflationsraten können sich negativ auf den Goldpreis auswirken. Sollte die Fed die Zinssprünge aber verlangsamen oder gar aussetzen, könnte sich dies für das Edelmetall rentieren. Laut Marx würden ein schwächerer Dollar und gefallene Anleiherenditen einen höheren Goldpreis unterstützen. 

Den Höchstwert im kommenden Jahr beziffern die Experten mit 1900 US-Dollar pro Feinunze, was einem Aufwärtspotenzial von acht Prozent entspricht. Im Euroraum könnte ein Rekordhoch in Höhe von 1870 US-Dollar pro Unze nahen, was zehn Prozent über dem aktuellen Preis liegt. 

Die Notenbanken beeinflussen nicht nur über ihre Arbeit den Goldpreis, sondern sind auch eine wichtige Käufergruppe. Schon in den ersten neun Monaten des Jahres betrug die Nachfrage nach Gold seitens der Zentralbanken 700 Tonnen. 

Investoren haben sich für eine Aufwärtsbewegung positioniert. Mittelabflüsse von physisch gedeckten Indexfonds haben sich verlangsamt und Spekulanten, die auf fallende Preise wetten, haben sich zurückgezogen. Laut Marx warten viele Investoren auf eine Initialzündung. Ein Anstieg des Preises von fünf bis zehn Prozent sei dann möglich. 

Auch Martin Siegel von Stabilitas sieht dies ähnlich. Nach einer Bodenbildung hätten die Edelmetalle einen Aufwärtstrend eingeschlagen. Dass der Silberpreis schneller gestiegen sei als der Goldpreis, spreche dafür, dass spekulative Anleger zunehmend Interesse zeigten. 

Für Marx ist das spannendste Edelmetall aber nicht Gold, sondern Iridium, das beim Abbau von Platin und Palladium gewonnen wird und zunehmende Bedeutung für die Wasserstoffkatalyse und damit für die Wende auf eine grüne Wirtschaft gewinnt. So wird grüner Wasserstoff benötigt, um klimaneutral Stahl zu produzieren. Zur Synthese dieses Wasserstoffes sind iridiumhaltige Metallkathoden vonnöten. Das Metall kostet derzeit 4000 Dollar pro Feinunze. Marx hält zukünftig sogar Preise von bis zu 6500 US-Dollar für möglich - eine Preissteigerung von knapp 70%.

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