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Energiekrise: Frust an asiatischen Börsen und Ausweg Türkei?

Warum die asiatischen Aktienmärkte jüngst, anfänglicher Euphorie zum Trotz, herbe Verluste hinnehmen müssen und wie ganz Europa aus der Energiekrise zu kommen versucht.

Asiens Aktienmärkte erlebten gestern spürbare Kursverluste, hervorgerufen durch anziehende Ölpreise, grassierende Inflationssorgen und erneute Corona-Beschränkungen in Shanghai.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 verzeichnete ein lediglich 0,04 prozentiges Plus auf 28.246,3 Punkte. Am Vortag konnte die Börse in Tokio, aufgrund der aktuellen Schwäche des Yen, um etwa einen Prozentpunkt zulegen. 

Der CSI-300-Index, welcher die 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen umfasst, verlor 1,10% auf 4173,51 Punkte. Trotz einer starken chinesischen Handelsbilanz, wurden die Hoffnungen auf eine baldige Konjunktur an den Aktienmärkten, durch die Nachricht einer neuerlichen coronabedingten Schließung eines Stadtviertels in Shanghai, gedämpft. Jeffrey Halley vom Broker Oanda ist der Meinung, die Märkte hätten sich „naiv“ auf ein Ende der extremen Corona-Restriktionen eingepreist. Auch in Hongkong ist die verschwundene Euphorie zu bemerken. Hatte am Mittwoch noch eine Rallye auf Technologieprodukte eingesetzt, verlor der Hang-Seng-Index dennoch 0,86% auf 21.826,00 Punkte

Ölpreise ziehen an

In dieser Woche sind die Preise für Öl sukzessive gestiegen. Allein in diesem Jahr sind die Preise um mehr als 50 Prozent nach oben geklettert. Die Gründe dafür sind hinlänglich bekannt: der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehenden scharfen Sanktionen der westlichen Länder. Russland, als einer der größten Rohölförderer der Welt, hat daraufhin Probleme bekommen Abnehmer für seine Ölvorräte zu finden.

Auch die Daten zu den US-Rohölvorräten konnten die Angebotssorgen des Marktes nicht lindern. Die Lagerbestände stiegen zwar, die Benzinbestände fielen jedoch recht unerwartet.

Die Erdölnachfrage leidet auch unter der rigorosen Corona-Politik Pekings, die obendrein eine hohe Belastung für die chinesische Wirtschaft und den Welthandel ist. 

Außerdem zog die Nachricht einige Aufmerksamkeit auf sich, dass in der norwegischen Öl- und Gasindustrie ein Streik drohen könnte. Norwegen ist gerade noch der wichtigste europäische Öl- und Gasproduzent außerhalb Russlands.

Die Türkei könnte bald zum Öl- und Gas-Drehkreuz für Europa werden 

In diesem Zusammenhang lohnt sich für spekulative Anleger auch ein Blick auf Unternehmen, die einen Ausweg aus der Energiekrise in Europa bieten. Um in Sachen Energieversorgung nicht mehr allein von Russland abhängig zu sein, versucht nämlich ganz Europa gerade neue Wege auf dem Energiemarkt einzuschlagen. Ein verheißungsvoller Weg führt dabei zum Beispiel auch in Richtung Türkei, genauer gesagt ans Schwarze Meer. 

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