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Der Ölpreis gibt leicht nach

Dass die größten Sorgen sich nicht bewahrheitet haben, lässt den Ölpreis leicht sinken.

Nachdem die Ölpreise mit dem Ende der letzten Handelswoche gestiegen sind, haben sie am heutigen Montag nachgelassen. Das Nordseeöl “Brent” (“Brent” ist die wichtigste Rohölsorte für Europa und derzeit die Referenzsorte für den Weltmarkt) und das US-Öl “WTI” (“West Texas Intermediate” ist ein süßes, leichtes Rohöl, das aus dem Süden der Vereinigten Staaten von Amerika stammt) sind preislich jeweils rund zwei Prozent auf 88,77 beziehungsweise 83,71 Dollar je Fass abgerutscht. 

Dieser Preisrutsch liegt laut Händlern daran, dass nach dem militärischen Einschreiten Israels in den Gazastreifen befürchtete Vergeltungsmaßnahmen seitens des Irans oder weiterer Verbündeter nicht eingetroffen sind, was die Sorge bezüglich einer Unterbrechung der regionalen Rohölversorgung verringert.

Ein Drittel der weltweiten Rohölversorgung entfällt auf den Nahen Osten, weshalb die Sorge besteht, dass eine Intensivierung des Konflikts Angriffe auf Öltanker, die Bedrohung von Engpässen im Seeverkehr und einen Rückgang der iranischen Exporte nach sich ziehen könnte.

„Das Wochenende hat gezeigt, dass der bewaffnete Konflikt auf Israel und den Gazastreifen beschränkt bleibt – in diesem Licht sah Rohöl überkauft aus“, berichtet Vandana Hari, Gründerin der Beratungsfirma Vanda Insights in Singapur, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Rohölpreise werden ihrer Ansicht nach „wahrscheinlich bis zum nächsten Risikoereignis weiter fallen.“

Teheran bleibt seiner scharfen Rhetorik aber treu. Laut des iranischen Präsidenten hat Israel mit den Angriffen auf Gaza rote Linien überschritten. Der Iran hatte nach dem Hamas-Großangriff seinen Feinden Israel und den USA gedroht. 

Die dreiprozentige Preissteigerung der letzten Woche war auf die Furcht vor einer Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und der Hamas zurückzuführen. Zum Wochenschluss kündigte Israel den Beginn einer Bodenoffensive an. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel sind die Ölpreise um sechs Prozent gestiegen. Die größte Sorge an den Märkten besteht darin, dass sich der Konflikt in der Region weiter ausbreitet, was zu einer Unterversorgung der Ölmärkte und damit zu einer massiven Preissteigerung führen könnte. 

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