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Beiersdorf AG
WKN 520000

Die Rückkehr der Beiersdorf AG

Schafft der Kosmetikkonzern den Absprung vom MDAX?

Der Deutsche Aktienindex DAX (ISIN: DE0008469008 ; WKN: 846900) listet die 40 größten deutschen börsennotierten Unternehmen in Deutschland - gemessen an der Marktkapitalisierung. Der bedeutendste deutsche Index basiert auf Handelsdaten im elektronischen Handelssystem Xetra und wird börsentäglich von 9 Uhr bis 17:30 Uhr berechnet. In Anbetracht dessen, dass sich die Marktkapitalisierung börsennotierter Konzerne kontinuierlich verändert, setzt sich der DAX stetig aus neuen Unternehmen zusammen. 

Der Ukraine-Krieg, die Inflation oder auch Lieferkettenprobleme belasten derzeit den deutschen Aktienindex. Viele Unternehmen sind durch die gegenwärtige Krisen geschwächt. Dennoch gibt es einen Kandidaten, der mit hoher Wahrscheinlichkeit den Absprung von MDAX zum DAX schaffen könnte: 

Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf (ISIN: DE0005200000 ; WKN: 520000), unter anderem bekannt durch Marken wie Nivea oder Labello, hat sich seit seinem Tief vom 08. März dieses Jahres wieder um 14,53 Prozent erholt und liegt nun bei 92,36 Euro. Retrospektiv betrachtet, pendelt die Beiersdorf AG schon seit einiger Zeit zwischen den zwei größten Aktienindizes Deutschlands hin und her. Im März 2021 verlor der Kosmetikkonzern seinen Platz im DAX und musste für Siemens Energy Platz machen. Durch die Übernahme von Deutsche Wohnen durch Vonovia schaffte es Beiersdorf wieder in den wichtigsten deutschen Leitindex, musste jedoch im März dieses Jahres für Daimler Truck weichen. 

Am 03. Juni nach 22 Uhr wird die Deutsche Börse über die Wechsel in den Indizes Auskunft geben. Luca Thorißen, Indexexperte bei der Investmentbank Stifel Europe Bank, erklärte diesbezüglich: „Solange die Beiersdorf-Aktie nicht deutlich abstürzt, ist ihr Wiederaufstieg in den Dax sicher.“ Der Kosmetikkonzern nimmt mit aller Wahrscheinlichkeit den Platz von dem Essenslieferanten Delivery Hero ein, deren Wertpapiere allein in diesem Jahr um 70 Prozent abgestürzt sind. 

Unabhängig von Delivery Heros Börsenabschwung muss sich Beiersdorf auch gegen die direkte Konkurrenz durchsetzen. Allerdings scheint das Unternehmen gute Chancen zu haben. Die Produkte der Kernmarke Nivea sind mittlerweile wieder stärker gefragt, sodass die Preise deutlich angehoben werden konnte. Außerdem ist Beiersdorf nur gering verschuldet und als Konzern defensiv ausgerichtet, was Aktionären in diesen prekären Zeiten das Gefühl von Sicherheit gibt. 

Analysten prognostizieren für den Kosmetikkonzern eine Umsatzsteigerung von ca. fünf Prozent im Laufe dieses Jahres. Zudem sind die Wertpapiere nicht mehr so teuer bewertet wie im vorherigen Jahr: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis seit Beginn des Jahres von knapp 32 auf unter 30 gesunken. Inwieweit sich das Hamburger Unternehmen im größten deutschen Index halten kann, ist jedoch fraglich. 

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