Zum Inhalt springen
Market World
Market World

Bitcoin, NASDAQ und Co. - Warum Kryptowährungen sich wie Wertpapiere verhalten

Der Bitcoin, die Mutter aller Kryptowährungen, hat sich noch nicht von dem Crash vom 3. und 4. Dezember erholt. Allein an diesen beiden Tagen fiel der Wert um fast 16.000 USD. Seit seinem Allzeithoch Anfang November ist der Bitcoin von rund 68.000 USD auf rund 35.000 USD gefallen und liegt nun bei knapp 38.000 USD.

Obwohl es sich bei dieser digitalen Währung um ein unreguliertes und dezentralisiertes Zahlungsmittel handelt, hat sich eine gewisse Abhängigkeit und Korrelation zwischen Kryptowährung und Aktienmarkt und wirtschaftspolitische Lage entwickelt. So sind beispielsweise sogenannte Stablecoins Kryptowährungen, die an den US-Dollar gekoppelt sind. 

Ukraine-Konflikt

Die Befürchtungen vor einem Einmarsch des russischen Militärs in die Ukraine sorgen für weitere Unsicherheiten. Sowohl die Europäische Union als auch die USA stellen sich hinter ihren potenziellen NATO-Partner. Trotz zahlreicher deeskalierender Versuche wirkt sich die globale politische Lage negativ auf die Wirtschaftsbeziehungen aus und sorgt so für Unsicherheiten auf dem Finanzmarkt. 

Rezension auf dem Aktienmarkt und Leitzinserhöhung

Das Jahr 2021 war in vielerlei Hinsicht rekordverdächtig: Autohersteller Tesla (ISIN: US88160R1014 ; WKN: A1CX3T) knackte die tausend Dollar Marke für ein Wertpapier und Apple (ISIN: US0378331005; WKN: 865985) katapultierte sich mit einem Börsenwert von drei Billionen Dollar an die Spitze der Wallstreet. Doch Mitte des vierten Quartals bahnte sich dann eine Kehrtwende an: Innerhalb weniger Monate verzeichneten Indizes, Fonds und einzelne Unternehmen starke Rückgänge. Durch die hohe Inflationsrate in den USA droht eine strengere Finanzpolitik durch die US-Notenbank FED.  

Die NASDAQ (ISIN: US631101102 ; WKN: A0AE1X), die größte elektronische Börse in den USA, verlor in den letzten drei Monaten über 15 Prozent. Mitte November erreichte die Technologiebörse ihr ALL-Time-High mit 16.212,23 Punkten. Innerhalb der letzten Wochen musste die NASDAQ fast 3000 Punkte einbüßen. 

Dem S&P 500-Index (ISIN: US78378X1072; WKN: A0AET0), der die 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, ereilte ein ähnliches Schicksal wie der NASDAQ: Während Anfang des Jahres das Allzeithoch mit 4.818,62 Punkten erreicht wurde, musste der Index einen Verlust von 9,33 Prozent hinnehmen. 

Meta Platforms, Inc. (ISIN: US30303M1027 ; WKN: A1JWVX), ehemals Facebook, steht sinnbildlich für die aktuelle Wirtschaftslage. Das Unternehmen von CEO Mark Zuckerberg verlor seit Anfang Februar fast 30 Prozent an Wert. Die Wertpapiere fielen von knapp 325 USD auf etwa 206 USD (Stand: 22.02.2022). 

Fear & Greed Index

Anhand Fear & Greed Indexes lässt sich die globale, wirtschaftliche Situation portraitieren. Der Index spiegelt die emotionale Situation am Markt wider. Investoren werden grundsätzlich von zwei Emotionen getrieben, von Angst und Gier. Auf einer Skala von 0 (extreme Furcht) bis 100 (extreme Gier) werden die zwei treibenden Emotionen tagesaktuell dargestellt. Aktuell befinden sich die Investoren und Aktionäre in einem Bärenmarkt. Pessimistisch wird ein Kursabfall erwartet und Verkaufsoptionen getätigt. Am Aktienmarkt ließ sich ein Indexwert von 36 (Fear) feststellen. Entsprechend den wirtschaftspolitischen Umständen liegt der F&G-Index für Kryptowährungen bei 25 (Extreme Fear). 

Fazit und Prognose

Durch die Sorge vor einer Leitzinserhöhung werden die Preise der börsennotierten Unternehmen weiter unten gehalten. Die politischen Spannungen in Osteuropa verunsichern weiterhin die Anleger und Aktionäre. Jedoch folgt im Konjunkturzyklus auf jedes Tief, auf jede Depression ein Aufschwung. Wann genau der nächste Bullenmarkt eintreten wird ist fraglich, jedoch wird sich der Bitcoin, von dem die meisten Kryptowährungen preislich abhängig sind, erst erholen, wenn die Börsen zu alter Stärke finden und sich der Ost-West-Konflikt beruhigt.

Beliebte Artikel

A0B733

Rohstoffe

Energieträger Wasserstoff

Stehen die nachhaltigen Brennstoffzellen vor einem Börsen-Boom? Warum führende Unternehmen kurz vor einer Renaissance stehen könnten.

Market World
© 2023 Market World - Alle Rechte vorbehalten 3.1.0
ImpressumDatenschutz