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Bitcoin-Crash - Investitionsmöglichkeit oder Risikofalle

Was Anleger bei den digitalen Vermögenswerten beachten müssen und warum die Marktbedingungen gerade ein Wagnis darstellen.

Die Mutter der Kryptowährungen Bitcoin musste am vergangenen Wochenende eine weitere Talfahrt hinnehmen. Seit November letzten Jahres befindet sich die digitale Währung in einem Abwärtstrend. Trotz einiger Korrekturen sind nun wichtige Resistenzmarken unterschritten worden, die den anhaltenden Bärenmarkt weiter befeuern. 

Chartanalyse

Das zweite Quartal steht im Schatten einer wirtschaftlichen Rezession. Während der Bitcoin im Jahr 2021 sein All-Time-High mit knapp 67.700 US-Dollar erreichen konnte, scheint die gegenwärtige Talfahrt kein Ende mehr zu nehmen. Seit November hat der Coin, die maßgeblich den ganzen Markt beeinflusst, fast 70 Prozent an Wert verloren. Allein am vergangenen Samstag sank die Währung um 13,52 Prozent von rund 20360 US-Dollar auf 17.600 US-Dollar. Damit wurden wichtige Tausender-Marken unterschritten. 

Ethereum

Der zweitgrößte Token Ethereum, entscheidend ist hierbei die Marktkapitalisierung, fiel zwischenzeitlich auf einen dreistelligen Wert. Mit einem Verlust von knapp 17,39 Prozent am vergangenen Freitag, unterschritt die Kryptowährung kurzzeitig die 900-Dollar-Grenze. Dreistellige Werte gab es zuletzt zu Beginn des letzten Jahres. 

ETH ist neben dem Bitcoin für viele Interessenten ein wichtiger Trendindikator und von den Kryptomärkten nicht mehr wegzudenken.

Wissenswertes

Krypto, Kryptowährungen, Coins oder auch Tokens sind digitale Vermögenswerte, welche in einer sogenannten Blockchain, einer dezentralisierten Datenbank gespeichert werden. Etymologisch  lässt sich der Begriff “Krypto” vom griechischen Wort “κρύπτω” ableiten, was so viel wie verbergen, verstecken oder auch schützen bedeutet und das moderne Zahlungsmittel adäquat attribuiert. Kryptowährungen sind aufgrund ihrer teilweise noch geringen Marktkapitalisierung und Liquidität generell sehr volatil, also beweglich und unbeständig. Demzufolge sind Kursbewegungen im zweistelligen Bereich innerhalb eines Tages nicht unrealistisch, was zum einen Interessenten zum Investieren anlockt, zum anderen jedoch ein hohes Risiko für private Kleinanleger darstellt. Die starken Schwankungen in der digitalen Finanzwelt können für einen hohen Verlust innerhalb von Sekunden sorgen. 

Fazit und Ausblick

Fraglich ist nun, wie sich die Kryptowährungen in naher Zukunft verhalten. Während einige Branchenbeobachter von einer Kehrtwende ausgehen, sind andere deutlich pessimistischer: Betrachtet man die diversen gesellschaftspolitische Umstände, so erscheint eine Erholung sehr unwahrscheinlich. Die herrschende Inflation, und die damit einhergehende Leitzinserhöhung der US-Notenbank FED, hat in jüngster Vergangenheit für Unsicherheit an allen Märkten gesorgt. Durch fehlende Liquidität fallen die digitalen Währungen in sukzessiven Schritten. Die Volatilität nimmt zu, eine sichere Marktumgebung nimmt ab. Obwohl viele Anleger wegen des schwächelnden US-Dollars zu alternativen Währungen greifen, werden Krisenwährungen wie Gold oder Wertpapiere bevorzugt.

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