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Warren Buffet über Krisenzeiten

Das sind die Anlagetipps für schwere Zeiten von Wall-Street-Legende Warren Buffet

Der Krieg in der Ukraine bricht mit dem über zwanzigjährigen Frieden auf europäischem Boden und zieht Sanktionen der EU und der USA gegen Russland nach sich, deren ökonomische Folgen noch nicht absehbar sind. Für Anleger stellt sich somit die Frage, wie sie sich aufgrund dieser Unsicherheiten positionieren sollten. Aus diesem Grund hat das Magazin Markets Insider die Aussagen der krisenerfahrenen Investmentlegende Warrren Buffet zusammengetragen, die der 91-jährige in der Vergangenheit über ähnliche Krisen machte. 

 „Seien Sie ängstlich, wenn andere gierig sind und andersherum.“

Schon immer setzt Buffet auf antizyklisches Investieren. Wenn andere Marktteilnehmer Aktien eines gut laufenden Unternehmen abstoßen, empfiehlt er die Aktien zu halten oder sogar noch mehr Aktien zu kaufen. Mit dieser Taktik konnte der Berkshire-Hathaway-CEO über viele Jahre hohe Profite erzielen. Bereits im März 2014, während der russischen Militäroperationen in der Ostukraine, empfahl er dieses Vorgehen, sogar falls eine weitere Eskalation der Situation zu erwarten gewesen wäre. Der Grund dafür sei, so Buffet, die zu erwartende Geldentwertung während eines Krieges, die bisher immer eingetreten sei. Somit rate er vom Besitz von Geld ab, mit dem sich Anleger in Krisenzeiten weniger kaufen können.

Buffet plädiert für ein Investment in Aktien anstelle von einem Investment in Gold. 1942, im Alter von elf Jahren, habe er seine erste Aktie für 115 US-Dollar gekauft. Der Milliardär rechnete 2018 vor, dass er, sofern er dieses Geld und die anfallenden Dividenden in einen S&P 500 Indexfonds investiert hätte, im Jahr 2019 ein Vermögen von 607.000 US-Dollar angehäuft hätte, während ein Investment in Gold bis 2019 nur auf 4.200 US-Dollar angewachsen wäre. Daraus leitet Buffet ab, dass Aktien eine bessere Anlage als Gold seien. Ferner sei seine Kaufentscheidung 1942 eine Lebensentscheidung gewesen, da die amerikanische Wirtschaft sich, bereits damals absehbar, stets gut entwickelte.

„Investieren Sie niemals in ein Geschäft, das Sie nicht verstehen, wie z. B. komplizierte Technologieunternehmen.“

Das Vertrauen in Amerika gilt als Credo Warren Buffets, der vom zweiten Weltkrieg bis zur Wirtschaftskrise 2008 und noch während der Rückschläge in der Corona-Pandemie immer von der Überlegenheit Amerikas überzeugt war, wie er 2020 auf der Berkshire-Aktionärsversammlung betonte. Bisher habe die USA alle Probleme überwunden, was seiner Meinung nach, auch für alle zukünftigen Widrigkeiten gelte. Er rät folglich dringend davon ab gegen Amerika zu wetten.

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