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Ukraine-Krieg, Leitzinserhöhung und ein Bärenmarkt

Wie sich wirtschaftspolitische Indikatoren auf die größten Börsen der Welt auswirken

Die Weltwirtschaft steht gegenwärtig vor großen Herausforderungen: Der Krieg in der Ukraine belastet die multilateralen Wirtschaftsbeziehungen und sorgt für erhöhte Preise und angespannte Märkte. Die mögliche Leitzinserhöhung in den USA schafft Unsicherheiten bei den Aktionären. Seit Beginn des Jahres befinden sich Börsen und Indizes in einer kontinuierlichen Rezession.  

US-amerikanischer Markt

Kursabschläge, rote Zahlen und Unsicherheit prägen derzeit den US-amerikanischen Aktienmarkt. Seit Beginn des Jahres hat der Dow-Jones-Index (ISIN: DE000VE3BAC6 ; WKN: VE3BAC) fast zehn Prozent an Wert verloren und liegt nun bei 32.945,24 Punkten. Allein im letzten Monat verlor der Index über zweitausend Punkte. Ähnliches spiegelt sich in der größten elektronischen Börse Nasdaq (ISIN: US6311011026 ; WKN: A0AE1X) wider. Innerhalb der letzten Monate verlor die Technologie-Börse über 20 Prozent, über zehn Prozent im letzten Monat. Doch nicht nur der Krieg in der Ukraine belastet die amerikanischen Börsen und Indizes: Am 16.03.2022 fällt die Federal Reserve einen Zinsentscheid, um gegen die steigende Inflation anzukämpfen. Zu erwarten ist ein Leitzinsanstieg um zwei Prozent. 

Asiatischer Markt

Auch der japanische Leitindex Nikkei 225 (ISIN: JP9010C00002 ; WKN: A1RRF6) steht unter einer enormen Belastungsprobe: Zwar legte dieser in der vergangenen Woche um 2,02 Prozent zu, musste jedoch auch seit Neujahr ein Minus von 13,50 Prozent hinnehmen. Derzeit befindet sich dieser bei rund 25.346,48 Punkten.

Ein ganz anderes Bild zeichnet sich in der Volksrepublik China ab, wo Unternehmen wie Alibaba (ISIN: US01609W1027 ; WKN: A117ME) allein in einer Woche knapp 26,17 Prozent verloren haben. Der Konzern hat mit einem Wert von 65,75 am 14.03.2022 ein neues Tief seit fast sieben Jahren erreicht. Der chinesische Aktienmarkt leidet ebenso unter dem Krieg in der Ukraine. Anders als die NATO-Staaten sanktioniert die Volksrepublik Russland nicht und setzt auf die Handelsdiplomatie. Dies belastet jedoch die Wirtschaftsbeziehung zu den USA. 

Russischer Markt

Die wirtschaftlichen Sanktionen der NATO und führender globaler Unternehmen sorgten im letzten Monat zu einer Inflation des russischen Rubels. Binnen weniger Wochen schoss die russische Staatswährung nach oben. Umgerechnet erhält man für einen Euro nun knapp 122 Rubel. Am Anfang des Jahres schwankte der Preis noch zwischen rund 83 und  90 Rubel. In Russland bleibt die Börse geschlossen, vermutlich ein taktisches Manöver, um wirtschaftliche Einbußen nicht kenntlich zu machen.   

Gleichzeitig steigen in Europa die Öl- und Benzinpreise massiv an. Der Preis für ein Fass Brent, die für Europa wichtigste Rohölsorte, kostete zu Hochzeiten fast 140 US-Dollar.   

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