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Siltronic plant Milliarden-Investment

Nach der geplatzten Übernahme durch die Konkurrenz aus Taiwan hat Siltronic große Pläne. Vorstandsvorsitzender Christoph von Plotho gibt sich für die Zukunft optimistisch.

Nachdem die Übernahme von Siltronic (WKN: WAF300 ; ISIN: DE000WAF3001) durch den taiwanischen Konkurrenten Globalwafers nicht zustande gekommen ist, plant der Münchner Chip-Zulieferer für 2022 selbst Milliarden EUR zu investieren, teilte das Unternehmen am Mittwoch (9.3.2022) mit. Zwei Drittel dieser Investition seien für den Bau einer neuen Fabrik in Singapur bestimmt. 

Die erzwungene Übernahme durch Globalwafers scheiterte Anfang Februar dieses Jahres vor dem Verwaltungsgericht Berlin. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck hatte zuvor seine nötige Zustimmung zu dem 4,35 Milliarden-Euro-Deal nicht innerhalb der gegebenen Frist signalisiert. 

Vorstandschef Christoph von Plotho schloss für das laufende Jahr eine Kapitalerhöhung aus. Zu erwarten sei ein Wachstum des Absatzes von Siliziumscheiben für die Chip-Produktion um etwa vier Prozent, während der Umsatz, aufgrund höherer Preise, sogar um 5-22% steigen werde, so das Unternehmen.

Allein steigende Preise, vor allem für Energie, machen dem Unternehmen zu schaffen. Trotz errechneten Mehrkosten von 120 Millionen EUR im laufenden Jahr lehnt von Plotho Preissteigerungen zunächst ab. Einzig für Produkte die stark vom Ölpreis abhängig seien, würde ein flexibler Preis verhandelt werden. Dies ist auf den, seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine um 30% gestiegenen, Ölpreis zurückzuführen. Auch die Preise für Gas und Strom sind stark gestiegen. 

Laut von Plotho sei die Nachfrage nach Siliziumscheiben für die Halbleiterindustrie weiterhin sehr hoch. Kunden erkundigten sich nach zusätzlichen Wafern und seien auch bereit Aufschläge zu zahlen. Es seien sogar zusätzliche Kapazitäten notwendig. Bei einem gleichbleibenden Markt sei bis auf weiteres auch nicht mit einer Überkapazität zu rechnen, so von Plotho. 

Neben dem Absatzplus von vier Prozent und der Umsatzsteigerung von bis zu 22%, soll sich auch 2022 die operative Umsatzrendite auf 34% bis 37% erhöhen. Im Vorjahr war es noch ein Wachstum auf 33,2%. Siltronic will die Dividende für das abgelaufene Jahr um die Hälfte auf drei EUR pro Aktie erhöhen.

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