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Hensoldt AG
WKN HAG000

Hensoldt-Aktie klettert auf Allzeithoch

Wie der Rüstungskonzern vom Krieg profitiert

Russland-Ukraine-Konflikt: Seit dem 24. Februar befindet sich Europa im Ausnahmezustand. Mit dem Überfall auf die Ukraine hat der russische Machthaber Vladimir Putin seinen Drohungen Taten folgen lassen. Auch Anfang März hat sich die Situation in der ehemaligen Sowjetrepublik nicht verbessert. Deeskalierende Diplomatiegespräche zwischen der Ukraine und Russland führten zu keiner Einigung, die erbitterten Kämpfe um die Hauptstadt Kiew dauern noch immer an und der russische Präsident droht mit atomaren Abschreckungswaffen. 

Innenpolitische Konsequenzen

In seiner Regierungserklärung teilte Bundeskanzler Olaf Scholz dem deutschen Bundestag mit, der Bundeswehr ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro zuzuteilen.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht betonte: „Das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro wird es uns ermöglichen, die Bundeswehr stark aufzustellen und als verlässlicher und leistungsfähiger Bündnispartner unsere angemessene Rolle in der Allianz zu übernehmen. Dieser Aufgabe widme ich mich mit aller Kraft.“

Dies hatte immense Kurssprünge in der Rüstungsindustrie zur Folge: Zu Beginn der ersten Märzwoche stieg der Kurs des Rüstungselektronik-Konzerns Hensoldt um 100 Prozent. 

Die Hensoldt AG (ISIN: DE000HAG0005 ; WKN: HAG000) ist ein börsennotierter Rüstungskonzern mit Sitz in Taufkirchen. Unter Leitung von CEO Thomas Müller hat sich das Unternehmen auf Radare, optoelektronische Systeme (Kombination von Optik und Halbleiterelektronik), elektronische Kampfführung und Avionik (Luft- und Raumfahrttechnik).  

Chartanalyse

Während die Hensoldt-Wertpapiere Anfang Februar noch zwischen knapp 11 und 13 Euro pendelten, entfachte der Krieg und die daraus resultierenden Aufrüstungsbemühungen eine wahre Explosion der Rüstungsaktien. Mit Beginn der neuen Handelswoche kletterte der Konzern mit Sitz Nähe München auf zwischenzeitlich 28 Euro. Auch am zweiten Tag befindet sich die Aktie nach einem leichten Rückgang bei knapp 25 Euro, ein Anstieg, der nicht nur dem Konzern selbst, sondern auch dem deutschen Aktienindex Rückenwind gibt. Seit Öffnung der Börsen am Montag hat der DAX 1,21 Prozent verloren und liegt nun bei 14.128,97 Punkten. 

Prognose

In Zukunft möchte das Bundesministerium der Verteidigung rund zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in die Bundeswehr investieren. Durch den Krieg und die neuen Investitionen hat sich das Marktumfeld für den europäischen Verteidigungssektor verändert und sorgt nun für einen Aufschwung in der Rüstungsindustrie. Somit ist ein Anstieg der Wertpapiere auch ohne einen potenziellen Krieg zu erwarten.  Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass auch im 21. Jahrhundert Kriege möglich sind und im europäischen Raum stattfinden können. Durch die Solidarität und Geschlossenheit innerhalb der NATO sind weitere Aufrüstungen zu erwarten, was sich in der Rüstungsindustrie widerspiegeln wird.



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