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Die Rallye hält an

Der Dax ist in den ersten zehn Handelstagen so hoch gestiegen wie nie zuvor. Damit dürften sich die Prognosen der Experten nicht erfüllen.

© Skywalker_ll

Die Rallye im neuen Jahr geht in die dritte Runde. Der Dax startet die dritte Handelswoche mit 15.124 Punkten, also einem Plus von 0,3%. Die letzte Woche hatte der Leitindex mit einem Plus von 0,2% bei 15.086 Punkten beendet. 

Der freitägliche Handelstag war aufschlussreich, da das Börsenbarometer der schlechten Quartalszahlen der US-Banken zum Trotz nur einen kleinen Teil der Gewinne abgab und sich im Plus halten konnte. Die einzige Erklärung dafür ist, dass sich die Anleger.innen auf Kursverluste vorbereitet haben. Fraglich ist, wie lange der Markt Negativmeldungen noch so gut verarbeitet. 

Aufgrund eines Feiertages wird an den US-Börsen an diesem Montag nicht gehandelt, weshalb die deutschen Börsenumsätze niedrig bleiben dürften. Jedoch können schon kleinere Orders an solchen Tagen zu großen Kursschwankungen führen. 

Mit den heutigen Eröffnungskursen scheint die Börse in Frankfurt die seit Ende September anhaltende Rallye, die zum Jahresbeginn noch an Fahrt aufnahm, fortsetzen zu können. Seit Jahresbeginn konnte der Dax schon 1100 Punkte zulegen, seit September sogar 3200 Punkte. 

Acht von den zehn Handelstagen des neuen Jahres erlebten einen Gewinn am Handelsschluss. Aus technischer Sicht ist der Index damit überkauft. Martin Utschneider von Donner & Reuschel sieht diese Gefahr dennoch aber noch nicht. Laut seinen Berechnungen liegt der Fokus auf der Oberseite bei 15.365 Zählern und auf der Unterseite beginnt die Marke von 14.795 Zählern als kurzfristiger Support an Bedeutung. 

Frederik Altmann von Alpha sieht große Chancen, in diesem Jahr Rekordhochs zu erreichen. Er nennt 16.830 Punkte als Ziel. Das bisherige Rekordhoch liegt bei 16.290 Zählern. Eine derartige Vorhersage ist aber selten und entspricht nicht den Erwartungen der Aktienstrategen großer Banken. Ein Anstieg auf 16.830 Punkte wäre ein Plus von 21% verglichen mit dem Schlusskurs von 2022 mit 13.923 Punkten.

Ein Vergleich mit ähnlichen Börsenjahren zeigt aber, dass diese Erwartungen nicht unbedingt zu optimistisch sind. Andere Jahre, die wie 2022 zum Jahresende im Minus lagen, waren 2011 und 2018. In den Folgejahren stieg der Dax stets deutlich nach oben. 2012 um 29% und 2019 rund 25%. 

Laut Jörg Scherer von der HSBC Deutschland hat die Börse 2023 in den ersten zehn Jahrestagen den besten Handelsstart ihrer Geschichte hingelegt. Ähnlich sind nur die Zugewinne 2003, als der Dax um 37% zulegte und 2019, als das Aktienbarometer Ende Dezember 25% um Plus notierte. 

Die heutigen Zahlen lassen darauf schließen, dass die Konsensprognose der Aktienstrategen womöglich unzutreffend ist. Die Experten haben zunächst fallende Kurse vorhergesagt. Vor allem Pessimisten, die Kurse unterhalb von 10.000 Kursen vorhergesagt haben, scheinen sich besonders geirrt zu haben. Um so tief zu fallen, wäre ein Absturz von 35% nötig. Dazu bräuchte es besonders dramatische Nachrichten wie 2020, als während der Corona-Pandemie die Kurse um 40% gefallen sind. 

Der Blick auf Einzelwerte zeigt die Bandbreite der derzeitigen Börsenentwicklung. So stürzte Covestro (WKN: 606214 ; ISIN: DE0006062144) etwa um 4,3% ab, während die Aktie von Hypoport (WKN: 549336 ; ISIN: DE0005493365) auf die Meldung, dass das Unternehmen die Kosten um 35 bis 40 Millionen EUR senken wolle, mit einem Anstieg von 2,3% reagierte. 

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