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Die Kryptobranche ist im Krisenmodus

Obwohl die Kurse zuletzt stiegen, müssen Krypto-Firmen mit einem schlechten Marktumfeld kämpfen.

Drastische Kündigungswellen lassen keinen Grund zum Optimismus erkennen. 

Nach dem für die Branche katastrophalen Jahr 2022, konnten sich Kryptowährungen zuletzt wieder erholen. Bitcoin steigt wieder über 20.000 US-Dollar und auch Unternehmen aus der Krypto-Branche konnten sich am Aktienmarkt wieder erholen. Dennoch fordert die Flaute noch viele Opfer. 

Der Kryptobörsen-Betreiber Crypto.com hat am Freitag eine weitere Entlassungswelle bekanntgegeben. In der zweiten Kündigungsrunde innerhalb von sechs Monaten müssen 20% der verbliebenen Belegschaft ihren Platz räumen. Zahlreiche Angestellte wurden bereits im Juli entlassen. 

Damit steht Crypto.com nicht allein da. Informationen von Bloomberg zufolge wurden in der Branche in den ersten zwei Wochen des Jahres 1600 Stellen abgebaut. So hat Coinbase in dieser Woche etwa 1000 Angestellte entlassen. Die Krypto-freundliche US-Bank Silvergate hat nach einem Bankrun im Geschäft mit digitalen Assets 40% ihrer Mitarbeiter vor die Tür gesetzt. Der Krypto-Broker Genesis hat in der Woche zuvor 30% der Stellen abgebaut. Die zehn Krypto-Firmen mit den größten Einschnitten haben seit 2022 insgesamt 6.500 Angestellte entlassen. Von den Entlassungen entfallen zwei Drittel auf Crypto.com und Coinbase

Die Gründe dafür sind stets ähnlich. In einem Statement spricht Crypto.com-Mitgründer und -CEO Kris Marszalek von “anhaltendem Gegenwind und unvorhergesehenen Ereignissen in der Branche”. Damit sind zum einen makroökonomische Faktoren wie der Zinsanstieg und die Rezessionsangst, aber auch die großen Pleiten von Krypto-Projekten im letzten Jahr gemeint. 

Diese haben einen heftigen Crash am Kryptomarkt und einen anhaltenden Krypto-Winter, der bis heute spürbar ist, ausgelöst. Um den langfristigen Erfolg der Firma zu sichern, habe sich Marszalek deshalb für die Entlassungen entschieden. 

Auch Coinbase-Chef Brian Armstrong sprach von einem Stresstest, der Kostensenkungen und Stellenstreichungen alternativlos mache. Weniger aussichtsreiche Projekte werden deswegen ebenfalls beendet. Beide Männer machen auch die FTX-Pleite für die drastischen Schritte verantwortlich. Armstrong warnte vor einer Ansteckungsgefahr in der Branche. 

Um liquide zu bleiben, müssen die Krypto-Firmen nun vorsichtiger haushalten. Viele geben auch zu, während des Bullenmarktes zu schnell expandiert zu haben. 

Die zuletzt feststellbaren Kursverbesserungen von Bitcoin etc. sind in der Branche kein Grund optimistischer in die Zukunft zu blicken. Krypto-Investoren sollten damit noch nicht in einen Kaufrausch verfallen und vorsichtig bleiben. 

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