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Vorsichtiger Optimismus in Frankfurt

Die Stimmung scheint sich an den Märkten zu bessern, vor allem unter Privatanlegern. Eine Umfrage der Bank of America weist aber auf größere Probleme hin.

Der DAX konnte in der Wochenmitte überraschend um 4,3% zulegen und widerspricht damit den pessimistischen Erwartungen der Frankfurter Börsianer. Sowohl die wiederaufgenommenen Gaslieferungen durch Nordstream 1 als auch die Meldung von Netflix (WKN: 552484 ; ISIN: US64110L1061), dass im zweiten Quartal weniger Kunden verloren gegangen sind als erwartet, können diese Entwicklung gestützt haben. 

Auch jenseits des Atlantiks gehören negative Zukunftsaussichten mittlerweile zum Alltag. Laut einer Umfrage der Bank of America sind 44% der befragten Vermögensverwalter der Ansicht, in Aktien untergewichtet zu sein. Es handelt sich damit um die stärkste Untergewichtung seit Oktober 2008. Zeitgleich ist die Kassenhaltung auf 6,1% gestiegen – es scheint, als hätten die Fondsmanager kapituliert. 

Laut des Börse Frankfurt Sentiment-Index ist der Optimismus institutioneller Anleger um fünf Punkte auf 3 gesunken, es scheint aber, dass die Bullen durchaus Gewinne aus vor zwei Wochen eröffneten Engagements gezogen haben.

Unter den Privatanlegern ist der Börse Frankfurt Sentiment-Index hingegen um 10 Punkte auf 1 gestiegen, was darauf hindeutet, dass sich ehemalige Bären wieder zunehmend zu den Bullen zählen können. Der Optimismus ist damit um insgesamt 6% gestiegen. 

Insgesamt hat sich die Stimmung an der Börse im Vergleich zur Vorwoche spürbar verbessert. Der jüngste Aufschwung ist voraussichtlich aber nicht mehr als eine kurzfristige Korrektur im Bärenmarkt. Optimistische institutionelle Anleger benötigen noch immer höhere DAX-Stände, um ihre Schieflagen zu korrigieren. Dafür müssten Investoren aber wieder in die Eurozone zurückkehren, laut der Bank of America geben aber 35% der Fondsmanager an, gerade in europäische Aktien untergewichtet zu sein. 

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