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Münchener Rueck
WKN 843002

Munich Re Wertpapiere im Aufwärtstrend

Aktionäre dürfen sich über eine üppige Dividende freuen. Aktienrückkäufe und höhere Auszahlungen: So plant das Unternehmen die nächsten Geschäftsjahre

Die Corona-Pandemie, Naturkatastrophen und der russische Angriffskrieg in der Ukraine haben die Unternehmenszahlen und Aktienverläufe stark beeinträchtigt. Derzeit befindet sich die Münchener Versicherung in einem Aufwärtstrend und scheint sich von seinem letzten großen Crash rehabilitiert zu haben. Nach fast zwei Jahren Abstinenz möchte der Konzern nun seine Aktionäre durch steigende Dividenden am Erfolg beteiligen. 

Faktencheck

Die Munich Re (ISIN: DE0008430026 ; WKN: 843002), ehemals Münchener Rück, ist die weltweit größte Rückversicherungsgesellschaft der Welt. Die Aktiengesellschaft mit Sitz in München ist Bestandteil des DAX, DivDAX und des Dow Jones Euro Stoxx 50. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von fast drei Milliarden Euro. Im Vergleich: Im Vorjahr waren es knapp 1,2 Milliarden Euro. Vorstandschef Joachim Wenning zeigt sich optimistisch und antizipiert eine Gewinnsteigerung auf 3,3 Milliarden Euro.

Dividenden

Das Management möchte der Hauptversammlung eine Dividende von elf Euro pro Wertpapier vorschlagen. Im Direktvergleich entspräche dies einer Steigerung von knapp zwölf Prozent zum Vorjahr. Bis 2025 möchte die Rückversicherung die Dividenden jährlich um fünf Prozent anheben. Somit gehört die ehemals Münchener Rück zu den Unternehmen mit den besten Dividendenwerten in Deutschland. Bis zur Hauptversammlung 2023 sollen zudem Aktien im Wert von einer Milliarde Euro zurückgekauft werden. 

Chartanalyse

In den letzten rund 20 Jahren haben sich die Wertpapiere positiv entwickelt. Seit dem All-Time Low vom 31. März 2003, wo die Aktie auf einen Wert von 49,93 Euro fiel, hat das Unternehmen ordentlich an Auftrieb gewonnen. Am 14. Februar 2020 erreichten die Konzernanteile einen Wert von über 282 Euro, was einem prozentualen Anstieg von über 565 Prozent entspricht. 

Betrachtet man die letzten fünf Jahre der Rückversicherung, so waren besagte 282 Euro das Allzeithoch. Innerhalb eines Monats fielen die Wertpapiere in die Tiefe und sanken am 20. März auf einen Wert von 156,75 Euro. Seitdem sind die Aktien einer hohen Volatilität ausgesetzt. Zwischenzeitlich kratzen die Wertpapiere wieder an der 280 Euro-Marke, fielen durch jüngste politische Ereignisse wieder unter 210 Euro. Dennoch befindet sich die Munich Re in einem Aufwärtstrend. Seit Beginn der Handelswoche haben die Unternehmensanteile um 6,52 Prozent zugelegt und befinden sich nun bei knapp 221 Euro (Stand: 08.03.2022). 

Fazit und Prognose

Im Jahr 2021 musste die Munich Re für Milliardenschäden aufkommen: Hurrikan Ida und die Flutkatastrophen in Europa sorgten insgesamt für einen Schaden von 1,7 Milliarden Euro. Die Sterbefälle durch die Corona-Pandemie erzielten Kosten von knapp 785 Millionen Euro.  In Anbetracht der prekären politischen Lage, dem Klimawandel und der noch anhaltenden Corona-Pandemie erscheint es schwierig, den unternehmensinternen Prognosen Rückhalt zu bieten. Interessierten Aktionären wird geraten, sich die hohe Volatilität zu nutzen zu machen, um bei einem Tief zu investieren, allerdings bleibt es unklar, welchen gesellschaftspolitischen Herausforderungen die Welt und das Unternehmen entgegen treten müssen. Jedoch wird deutlich, dass durch die höher werdenden Dividenden und die Aktienrückkäufe die Münchener Versicherung die Zukunft selbst in die Hand nimmt.

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