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WKN A2PSR2

Corona-Mutationen - Hersteller legen neuen Impfstoff vor

Pfizer / BioNTech und Moderna haben im Wettlauf gegen die neuen Corona-Varianten positive klinische Daten veröffentlicht. Der neue Booster soll besonders bei den Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 eine hohe Wirkung gezeigt haben.

In Deutschland wird die Sorge vor einer Sommerwelle größer: Die neue Omikron-Subvariante BA.5 hat sich zuletzt in Portugal und nun auch in Deutschland rasant ausgebreitet. „Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden. Das bedeutet auch für die nächsten Wochen wenig Entspannung“, erklärte Gesundheitsminister Karl Lauterbach der Rheinischen Post. Die neue Variante sei leicht übertragbar und äußert sich mit neuen Symptomen.

Symptome der Omikron-Variante BA.5:
Im Gegensatz zur Omikron-Variante BA.1 und BA.2 scheint Husten, ähnlich wie bei einer Bronchitis, zu den neuen Symptomen zu gehören. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersuchen Spezialisten derzeit, wie sich die neue Variante in Bezug auf Ausbreitungsgeschwindigkeit und Krankheitsverlauf von den bekannten Varianten abgrenzt. Experten vermuten, dass sich die Inkubationszeit verlängert, sodass Symptome erst nach einer Woche auftreten können. 

Die neuen Vakzine sind dennoch nicht auf die neuen Varianten angepasst, sondern basieren vielmehr auf der Sublinie BA.1. Im Fokus der aktuellen Debatten steht nun das Zulassungsverfahren. Dieses könnte gegebenenfalls verkürzt werden, damit die Präparate zeitnah angewendet werden können. Pfizer/ BioNTech und Moderna haben ihre Daten der EU-Arzneimittelbehörde EMA zur Verfügung gestellt, spezielle Prüfverfahren laufen derzeit. 

Eine entsprechende Zulassung wird frühestens im September erwartet. Die Hersteller müssen im Zuge dessen nachweisen, dass der Impfstoff in den Studien einen echten Vorteil mit sich bringt. Diskussionen über eine generelle Notwendigkeit laufen bereits. Befürworter sprechen sich für eine schnelle Zulassung aus, um präventiv gegen weitere Mutationen vorzugehen. 

BioNTech Gründer-Chef Ugur Sahin setzte sich vor kurzem in der “Financial Times” für ein Verfahren ein, das keine klinischen Studien erfordert und somit schneller ist. 

Klaus Cichutek, Präsident des in Deutschland für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), sieht die Forderung Sahins kritisch: “Wenn wir uns in Ruhe vorbereiten auf die Herbstwelle, gibt es überhaupt keinen Grund, auf die entsprechenden klinischen Daten beim Menschen zu verzichten”, berichtete er der “Welt am Sonntag”. 

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