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Bayer AG
WKN BAY001

Monsanto-Fiasko überschattet Bayer-Expansion

Warum trotz wirtschaftlichem Anstieg die Euphorie unter den Aktionären gehemmt ist.

Das Leverkusener Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017  ; WKN: BAY001) hat sich von seinem fünf-Jahres-Tief vom 30. Oktober 2020 wieder erholt. Damals lagen die Wertpapiere des Leverkusener Unternehmens bei 40,36 Euro. Seit Beginn dieses Jahres haben die Aktien um 35,48 Prozent zugelegt, wodurch eine Kehrtwende des Abwärtstrends eingeleitet wurde.  

Das damalige Tief lässt sich durch die milliardenschwere Glyphosat-Rechtslasten begründen. Neuer Optimismus verbreitet sich bei den Aktionären durch die jüngsten Anstiege. Die Bayer-Aktie gehört gegenwärtig zu den stärksten Werten an den europäischen Börsen. Bis Ende 2021 schien dieser Optimismus jedoch unbegründet: In einem US-Großprozess stufte die Jury den Unkrautvernichter Roundup des Bayer-Tochterunternehmen Monsanto als krebserregend ein. Berichten zur Folge wurde dem börsennotierten Unternehmen eine Strafe von 78 Millionen Dollar auferlegt. Bis Ende Januar 2021 wurden in den vereinigten Staaten etwa 11200 glyphosatbezogene Klagen verzeichnet. 

Die Bayer AG hatte das Jahr 2021 vorerst zu einem Übergangsjahr erklärt. Anders als erwartet, legte der Konzern im dritten und vierten Quartal jedoch massiv zu und konnte schwarze Zahlen aufweisen. Die Bilanz zeigt, dass das Unternehmen 2021 einen Umsatzzuwachs von neun Prozent auf 44 Milliarden Euro erzielen konnte. 

Alleine in der Bayer-Agrarsparte konnten im vierten Quartal 2021 mit einem Gewinnsprung von 28 Prozent die Erwartungen der Analysten übertroffen werden. Aufgrund des Ukraine-Krieges lassen sich weitere Umsatzsteigerungen antizipieren. Die Ukraine gehört zu den größten Getreideexporteuren weltweit, weswegen der Anbau in sicheren Gebieten ertragreich ausfallen muss. 

Fazit

Die Perspektiven für das Leverkusener Chemie- und Pharmaunternehmen haben sich deutlich verbessert: Pharmazeutisch konnte Bayer einige Erfolge feiern, beispielsweise mit dem Präparat Asundexian. Es konnte eine erhöhte Sicherheit bei der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern und ein verringertes Risiko für einen Schlaganfall festgestellt werden. Dennoch hemmt die Monsanto-Übernahme die Euphorie der Aktionäre, da Ausgleichszahlungen gegebenenfalls noch ausstehen.

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