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Aufwind für Nordex

Warum Nordex trotz einer durchwachsenen Jahresbilanz für 2021 positiv gestimmt in die Zukunft blickt, wie Experten zu den angekündigten Zielen für das laufende Jahr stehen und wie die Börse auf diese reagiert. Ein Überblick.

Der Hamburger Turbinenbauer Nordex (WKN: A0D655 ; ISIN: DE000A0D6554) verzeichnete im Jahr 2021 bei einem Umsatz von 5,4 Milliarden EUR Verluste in Höhe von 230,2 Millionen EUR und verlor damit rund 100 Millionen EUR mehr als noch im Vorjahr, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Jahreszahlen hervorgeht. Noch im November hatte das Unternehmen seine Prognose angepasst. Die nun veröffentlichte EBITDA-Marge (der Profit vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 52,7 Millionen EUR, oder einem Prozent, entsprachen dieser korrigierten Erwartung, was Nordex-Chef José Luis Blanco, trotz des geringen Nettoergebnisses, grundsätzlich zufriedenstelle, wie er gegenüber der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX äußerte.

Das Unternehmen leidet unter den pandemiebedingten hohen Rohstoff- und Transportpreisen, zumal diese Situation durch die Folgen des Ukraine-Krieges weiter verschärft wird. Damit bleibt die Kostensituation für Nordex bis auf weiteres angespannt. 

Als Reaktion auf diese Kostenentwicklung will das Unternehmen seine Produktionsstätten in Spanien und Schleswig-Holstein schließen und die Produktion nach Indien, Süd- und Lateinamerika verlagern, wovon etwa 600 Mitarbeiter betroffen sein werden. Von dem Standortwechsel erhofft sich das Unternehmen jedoch mittelfristig achtprozentige Umsätze vor EBITDA für sich behalten zu können. Dabei handelt es sich um das ursprüngliche Ziel für 2022, das aber bis auf weiteres nicht erreicht wird.

Das neue Ziel für das laufende Jahr ist ein Umsatz von 5,4 bis 6 Milliarden EUR bei einer EBITDA-Marge von einem bis 3,5 Prozent. Voraussetzung dafür ist ein stabiles Marktumfeld und die Möglichkeit die Kosten weiterzugeben, sowie den Anteil an den Projekten der Delta4000-Plattform zu erhöhen. 

Der Margenausblick liegt damit unter den Erwartungen der Experten, während die prognostizierten Erlöse diese Erwartungen übertreffen. Insgesamt liege das erwartete operative Ergebnis über der durchschnittlichen Markterwartung, so der Analyst Constantin Hesse vom Investmenthaus Jefferies. Auch der Analyst Ajay Patel von Goldman Sachs hält diesen Ausblick für ein positives Zeichen.

Die Anleger zeigten sich am Dienstag trotz der veröffentlichten Zahlen ebenfalls positiv gestimmt. Die Nordex-Aktie stieg am Dienstagmorgen mit einem Plus von 6,4 Prozent auf knapp 15 Euro in den Wertpapierhandel ein, was dem Negativtrend der letzten Tage ein Ende bereitet.

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