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WKN A1EWWW

Wachstumsmarkt Sportartikel

Warum die Branche trotz heftiger Kursverluste weiterhin wächst und ob der Zeitpunkt günstig für eine Investition ist.

© Getty Images

Letzte Woche Freitag stürzten die Wertpapiere von Nike (WKN 866993 ; ISIN US6541061031) aufgrund enttäuschender Quartalszahlen um 13% ab. Damit halbierte sich der Wert der Aktie seit Jahresbeginn. Der Sportartikelhersteller riss dabei auch die Aktien der größten Konkurrenten Adidas (WKN A1EWWW ; ISIN DE000A1EWWW0) und Puma (WKN 696960 ; ISIN DE0006969603) um vier und sechs Prozent mit abwärts. Damit stellt sich die Frage, ob der Zeitpunkt für einen günstigen Einstieg gekommen ist. 

Nike konnte im letzten Quartal zwar ein Umsatzwachstum von 10%, einen Anstieg der Direktverkäufe um 14% und einen Wachstum des Online-Handels um 23% verzeichnen, allerdings sank die Profitabilität deutlich und der bereinigte Gewinn pro Aktie sank um 20%. Grund dafür sind gestiegene Preise in Fracht und Logistik, höhere Ausgaben für den Unternehmens-Overhead und negative Währungseffekte. Ferner hat Nike den Vorratsbestand um 44% erhöht und hohe Preisnachlässe gewährt, um die Stimmung der Konsument:innen zu heben. Darüber hinaus schwächelt das Geschäft in China weiterhin. 

Allerdings scheint es fraglich, ob dieser Trend anhält, da Sportartikel einen Wachstumsmarkt darstellen. McKinsey geht von einem Wachstum von 8 bis 10 % ab 2025 aus. Das liegt zum einen daran, dass Menschen zunehmend auf ihre körperliche Fitness achten und dass Sportartikel mittlerweile auch als Kleidung in Beruf und Alltag etabliert sind. Das bietet das Potenzial, dass zukünftige Gewinne die derzeit schwierige Lage wieder ausgleichen. 

Seit Jahresbeginn verlor die Aktie von Nike 50% an Wert und wird heute mit einem KGV von 22 gehandelt. Bei Adidas beläuft sich das KGV, bei einem Kursverlust von 54%, auf 16 und bei Puma, mit einem Kursabschlag von 55%, auf 23. Für Anleger:innen kann diese Bewertung attraktiv sein.

Alle drei Unternehmen konnten in den letzten Jahren ein Wachstum im zweistelligen Bereich verzeichnen und scheinen für die Zukunft gut positioniert zu sein. Zwar besteht die Gefahr, dass in den kommenden Quartalen hohe Lagerbestände und eine schwache Konjunktur zu schlechten Unternehmenszahlen führen, auf langfristige Sicht könnte dies aber, angesichts der Marktentwicklung, ausgeglichen werden. Experten schätzen vor allem Puma für die gute Unternehmensleitung und das zukunftsorientierte Handeln. 

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