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Zukunftsmarkt künstliche Intelligenz

Wie Microsoft, Nvidia, Meta und Qualcomm einen Markt für sich gewinnen und welche Rolle Chat GPT und Halbleiter dabei spielen.

Künstliche Intelligenzen erleben derzeit einen nie dagewesenen Hype. Ob bei der Analyse und beim Prognostizieren von Aktienkursen, der Steuerung von Robotern auf dem Mars oder bei der Erstellung von Kunstwerken, KIs dringen immer mehr in die Lebensbereiche der Menschen ein. Dabei steht besonders der Chatbot "Chat GPT" im Fokus der Öffentlichkeit. 

Was ist künstliche Intelligenz? 

Eine künstliche Intelligenz (KI) oder auch artifizielle Intelligenz (AI) ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst. Künstliche Intelligenzen beschreiben meist den Versuch, bestimmte menschliche Entscheidungsstrukturen nachzubilden, sodass diese relativ eigenständig Probleme lösen können. So versteht die Microsoft Corp. “unter künstlicher Intelligenz (KI) [...] Technologien, die menschliche Fähigkeiten im Sehen, Hören, Analysieren, Entscheiden und Handeln ergänzen und stärken.“ 

Welche Anwendungsbereiche gibt es? 

Egal ob bei medizinischen Diagnosen, der Exploration von Ölquellen oder auch in der Juristik, die Anwendungsbereiche der künstlichen Intelligenzen sind vielfältig etabliert. So besteht ein Großteil der Arbeiten von Juristen in der Analyse von Akten, um daraus Argumente zu sammeln. Derartige Arbeit kann mittlerweile zu einem Teil von KIs übernommen werden. Die Beratungsfirma McKinsey schätzte 2017, dass etwa 22 Prozent der Arbeit von Anwälten und 35 Prozent der Arbeit von Rechtshelfern mit Hilfe von KIs automatisiert werden können.

Welche Chancen und Risiken bieten künstliche Intelligenzen?

Auf der einen Seite dienen KIs der Automatisierung und Optimierung von Prozessen in verschiedenen Bereichen, wie etwa der Produktion, dem Vertrieb, dem Gesundheitswesen oder der Finanzbranche. Sie dienen der Verbesserung von Entscheidungen und Vorhersagen durch die Analyse großer Datenmengen. Außerdem können sie Muster und Zusammenhänge entdecken, die für Menschen schwer zu erkennen sind. Auch sind viele neuere Produkte und Dienstleistungen ohne eine KI nicht möglich. 

Auf der anderen Seite kann mit der Etablierung von künstlichen Intelligenzen der Verlust  von potenziellen Arbeitsplätzen durch die Automatisierung der Prozesse mit einhergehen. Zudem ist es notwendig, die KI-Systeme sorgfältig zu entwickeln und zu überwachen, um sicherzustellen, dass sie nicht diskriminierend oder unethisch sind.Auch besteht die Möglichkeit, dass KI-Systeme falsche Entscheidungen treffen oder auf unvorhergesehene Weise agieren, was potenziell negative Auswirkungen haben kann.

Welche Unternehmen spezialisieren sich auf künstliche Intelligenzen? 

Microsoft

Der Hard- und Softwareentwickler Microsoft hat sich in den vergangenen Jahren auch auf den großen und gewinnstarken Geschäftsbereich Azure spezialisiert. Die Cloud-Computing-Plattform ist auf KI-gesteuerte Werkzeuge für Medizin und Sprache fokussiert. Auch das nicht börsennotierte US-Unternehmen Open AI sorgte in den vergangenen Wochen für reichlich Aufsehen durch Chat GPT, in die Microsoft investiert ist. 

Microsoft gilt nicht nur als besonders ertragreich, sondern auch als krisenresistent. Zwar ging die weltweite Konjunkturschwäche durch die Inflation und Leitzinserhöhung am Konzern nicht spurlos vorbei, dennoch konnte es im vergangenen Quartal seinen Umsatz um sieben Prozent steigern. Auch die Analysten sind von den Wertpapieren überzeugt: Von 57 Experten raten 51 zum Kauf. 

Nvidia:

Das US-amerikanische Unternehmen gelangte bisher zu hohem Bekanntheitsgrad durch die Entwicklung von Grafikkarten. Neben diesen gilt Nvidia als einer der größten Hersteller der Welt für Halbleiter, die momentan gefragter sind denn je. Wenn man die Wachstumsrate zugrunde legt, könnte dieses Segment in Zukunft die höchste Einnahmequelle sein.

Anders als bei Microsoft sind die Aktien einer hohen Volatilität ausgesetzt, sodass Nvidia zu den schwankungsreichsten Chipaktien gehört. Jedoch gilt auch hier Chat GPT als Hoffnungsträger: Die Citibank prognostiziert, dass die von Open AI entwickelte Software für Nvidia bereits im ersten Jahr nach Betriebsbeginn ein Umsatzpotenzial von bis zu elf Milliarden Dollar hat, da für die Entwicklung leistungsfähige Halbleiter benötigt werden.

Meta

Der Technologie-Riese, ehemals Facebook Inc., lässt sich der Branche Werbung, Soziale Medien und Virtual Reality zuordnen. Es umfasst Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder auch WhatsApp und gilt als Hersteller von Virtual-Reality-Technologie. Doch die bisherige Art der Interaktion soll sich durch das Schaffen eines sogenannten “Metaversums” verändern. Meta Plattform ist zudem Eigentümer der Oculus-Reihe von Virtual-Gaming-Geräten.

Am vergangenen Mittwochabend kündigte CEO Mark Zuckerberg nach Börsenschluss an, noch in diesem Handelsjahr auf den Erfolg von Chat GPT zu reagieren und eigene Produkte vorzustellen.  Mit weltweit 3,7 Milliarden Nutzern hat die Meta-Tochter Facebook die besten Voraussetzungen, um neu entwickelte Techniken zu testen. 

Obwohl im vierten Quartal vergangenen Jahres der Umsatz um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr sank und der operative Gewinn um 49 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar einbrach, erwirtschaftete der Konzern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 117 Milliarden Dollar. Es zeigt sich, dass Meta mit einem Vorsteuergewinn von 29 Milliarden Dollar nach wie vor hoch profitabel ist. 

Qualcomm:

Die Qualcomm Inc. ist ein Halbleiterhersteller und Anbieter von Produkten für Mobilfunkkommunikation in San Diego, Kalifornien. Qualcomm war 2021 nach Umsatz der fünftgrößte Halbleiterhersteller der Welt. Der Spezialist für Vernetzungstechniken wächst seit Jahren rasant und konnte so im vergangenen Jahr einen Vorsteuergewinn von 16 Milliarden Dollar verzeichnen. 

Trotz dieses Gewinnwachstums unterliegt Qualcomm einer niedrigen Bewertung, da der Kurs mit diesen Steigerungsraten nicht mithält. Auch möchte der Großkunde Apple die Modems von Qualcomm durch eigene Chips ersetzen. Viele Aktionäre zeigen sich besorgt, das Unternehmen möchte sich stattdessen auf die E-Mobilität fokussieren, deren Bedarf so stark steigt wie nie zuvor. 

Die künstliche Intelligenz wird im Rahmen des automatisierten Fahrens eingesetzt. Ein Chip, der schon für BMW und Volkswagen eingesetzt wird, findet dabei Verwendung. Blayne Curtis von der britischen Barclays Bank sieht KI als künftigen Haupttreiber für die Halbleiterproduktion und stufte deshalb Qualcomm auf übergewichten hoch ein. Auch weitere 27 der 39 Analysten empfehlen die Wertpapiere zum Kauf. 

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