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Goldman Sachs im Fokus der US-Börsenaufsicht

Betreibt das Unternehmen Greenwashing?

Die United States Securities and Exchange Commission (SEC) untersucht derzeit die Nachhaltigkeitsfonds von Goldman Sachs. Dabei hat die Börsenaufsicht zwei Fonds im Visier, unter anderem einen Standardwertefonds namens “Blue Chip Fonds”. Mit einem Volumen von 17,8 Millionen Dollar ist der Fonds verhältnismäßig klein, die Beteiligungen von Microsoft, Apple und Alphabet seien gleich geblieben. 

Zur Definition

Greenwashing (wörtlich übersetzt “grünwaschen”) ist eine durchaus kritische Titulierung für eine Public-Relations-Methode, die darauf abzielt, einem Konzern ein umweltfreundliches und nachhaltiges Öffentlichkeitsbild zu verleihen, ohne dass das Unternehmen gewisse Grundlagen erfüllt. “Greenwashing” ist ein Phänomen von Konzernen, deren Produkte für Umwelt oder Arbeitnehmer als risikoreich oder schädlich gelten. 

Im Visier der Ermittler stehen ESG-Investitionen des New Yorker Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmens. Environmental Social Governance (ESG) steht für unternehmerische Sozialverantwortung, ein sozusagen freiwilliger Beitrag der freien Wirtschaft im Zeichen der Nachhaltigkeit. 

Besonders nachhaltiges Investieren spielt in der Investmentfondsbranche eine große Rolle. Eine “grüne” Reputation ermöglicht mehr Anlagekapital. Laut des Analysehauses Morningstar hat sich das Vermögen in EGS-Fonds in den vergangenen drei Jahren weltweit auf 2,8 Billionen US-Dollar verdreifacht. 

Infolgedessen ist es nicht verwunderlich, dass Fondshäuser ein nachhaltiges Bild repräsentieren möchten. Grüne Anlagestrategien ermöglichen ein neues, lukratives Geschäft. Oftmals bleibt bei diesen Debatten jedoch unberücksichtigt, dass Unternehmen eine eigene Gewinnmaximierung im Deckmantel der Umwelt vollziehen, wodurch es zum sogenannten Greenwashing kommt. 

Gegenwärtig ist es ungeklärt, ob die Untersuchungen der US-Börsenaufsicht SEC zu strafrechtlichen Konsequenzen für Goldman Sachs führen. Die Ermittlungen lassen jedoch darauf schließen, dass weitere Ermittlungen in dieser Branche folgen werden. Unter SEC-Chef Gary Gensler wurde bereits im vergangenen Jahr eine Taskforce für Greenwashing-Fälle eingerichtet. Die Investmentfondsbranche gilt bisher als unreguliert, weswegen Untersuchungen der Ermittler publik gemacht werden, um andere Unternehmen aufzuschrecken. 

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