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Vonovia Chef hält Immobilienmarkt für stabil

Warum Rolf Buch der Ansicht ist, dass Deutschlands Immobilienmarkt dem amerikanischen Immobilienmarkt nicht nachfolgt.

Die Immobilienpreise in den USA sind deutlich gefallen. Vonovia-Chef Rolf Buch ist aber der Ansicht, dass sich der Markt in Deutschland nicht abkühlen wird. Er sieht für die derzeit 66.000 Wohnungen des Konzerns im Wert von 13 Milliarden EUR eine stabile Nachfrage. Anders als andere Experten sieht er kein Crash-Risiko im deutschen Immobilienmarkt. Vor allem an Mehrfamilienhäusern bestehe gerade in Metropolen ein weiterhin hohes Interesse. 

Wenngleich der Crash infolge der Inflation zwar in den Bereich des Möglichen rückt, glaubt Buch, dass Mieter durch die angekündigten Regierungshilfen weiterhin in der Lage sein werden, ihre Mieten bezahlen zu können. Allerdings werden auch die Energiekosten in vielen Haushalten angesichts des Ukraine-Krieges deutlich steigen. 

Die Zins-und Inflationsangst zeigt sich deutlich am Aktienmarkt. In den vergangenen 12 Monaten ist die Vonovia-Aktie (WKN A1ML7J ; ISIN DE000A1ML7J1) um über 40% eingebrochen. Buch betont, dass es für Vermieter durchaus sinnvoll ist, ihre Immobilie zu verkaufen, um Schulden zu tilgen oder Aktien zurückzukaufen. Der Konzern wolle aber weder Notverkäufe tätigen noch Immobilien unter Marktwert verkaufen. Des Weiteren werden die Werte seiner Ansicht nach durch die hohe Nachfrage erhalten. Zwar sind mancherorts, wie Frankfurt oder München, die Preise um bis zu 7% gesunken, andernorts, etwa in Köln und Berlin, aber leicht gestiegen. 

Die Nachfrage ergibt sich vor allem aus der Wohnraumknappheit in Metropolen. Aus diesem Grund sieht Buch die Preise weiterhin als stabil an. Er weist darauf hin, dass die Immobilienpreise seit den 70er Jahren nicht sonderlich gefallen sind. 

Im letzten Jahr konnte Vonovia den zweitgrößten Immobilienkonzern Deutschlands, Deutsche Wohnen, übernehmen und 20,5% der Anteile des größten Konkurrenten, Adler Group, übernehmen, als dieser in Schwierigkeiten steckte. 

Infolge von Vorwürfen gegen Adler seitens des Leerverkäufers Fraser Perring mit Bezug auf die Bewertung von Immobilien, gelangte der Konzern in den Blick der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Der Konzern streitet die Vorwürfe indes ab. Vonovia ist trotz des Anteilskauf jedoch nicht an einer kompletten Übernahme interessiert.

Vonovia ist der größte europäische Wohnungskonzern und besitzt in Deutschland, Österreich und Schweden rund 550.000 Wohnungen. Das Unternehmen verwaltet weitere 71.400 Wohnungen und liegt bei einem Portfoliowert von 99 Milliarden EUR.

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