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Siemens
WKN 723610

Deutliche Verluste für Siemens

Trotz der Verluste steht der Münchner Konzern gut da. Chef Busch sieht optimistisch in die Zukunft.

Erstmals seit zwölf Jahren verbucht der Siemens-Konzern (WKN: 723610 ; ISIN: DE0007236101) Verluste in Höhe von 1,5 Milliarden EUR. Grund sind der Rückzug aus Russland und eine Abschreibung auf Siemens Energy (WKN: ENER6Y ; ISIN: DE000ENER6Y0). Abgesehen davon ist Siemens weiterhin solide. Insgesamt konnte der Konzern seinen Umsatz um vier Prozent auf 17,9 Milliarden EUR steigern. Damit hat sich das Wachstum im dritten Quartal gegenüber den 17% im ersten und den sieben Prozent im zweiten aber verlangsamt.

Das operative Ergebnis aus den industriellen Aktivitäten verbesserte sich um 27% auf 2,9 Milliarden EUR und entspricht damit einer Marge von 17%. Analysten sind im Vorfeld von einem drei prozentigen Umsatzanstieg auf 17,5 Milliarden EUR und einer Marge von 18% ausgegangen. Siemens-Chef Roland Busch attestiert dem Unternehmen, dass es in einem schwierigen Umfeld alle Chancen genutzt habe. 

Besonders macht Siemens der Kursverlust der Tochter Siemens Energy zu schaffen. Seit Anfang des Jahres ist der Kurs um 30% eingebrochen und der Mutterkonzern musste wegen der Energiesparte 2,7 Milliarden EUR abschreiben. Siemens hält derzeit 35% der Siemens Energy AG. Auch die Windkraft Tochter Siemens Gamesa kostete Siemens mehr als eine halbe Milliarde EUR. Der Rückzug aus Russland kostet den Konzern zusätzliche 1,2 Milliarden EUR.

Die Gesamtjahresprognose wird hingegen weiterhin bestätigt. Nur beim Nettogewinn werden die Abschreibungen herausgerechnet. Geplant war ein Gesamtwachstum von sechs bis acht Prozent. Der Gewinn pro Aktie sollte nach Steuern von 8,32 EUR auf bis zu 9,10 EUR steigen. 

Die Stimmung ist insgesamt optimistisch. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 99 Milliarden EUR. Generell steht die Branche gut da. Der Schweizer ABB-Konzern (WKN: 919730 ; ISIN: CH0012221716) konnte die Umsätze um 6 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar steigern. Die Ebita verbessert sich auf 1,1 und entspricht damit einer Marge von 15,5%. Der amerikanische Konkurrent Rockwell Automation (WKN 903978 ; ISIN US7739031091) konnte die Umsätze um 7 Prozent auf 2 Milliarden Dollar steigern. Das operative liegt bei 409 Milllionen EUR und einer Marge von 20,8%. 

Für die Zukunft wird es entscheidend, ob Siemens neue Digitalstrategie Erfolg hat. Vor wenigen Wochen kündigte Busch die Digitalplattform Xcelerator an, auf der Soft- und Hardware verkauft werden soll. Bisher konnte die Digitalsparte den Umsatz um zwölf Prozent auf 4,9 Milliarden EUR steigern. Die Umsatzrendite ging aber auf 18,3% zurück. Siemens Medizintochter Healthineers musste Einbußen hinnehmen, da die Nachfrage nach Corona-Schnelltests abgenommen hat. 

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