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RWE
WKN 703712

Die Profiteure der Energiekrise - RWE erwartet für das Geschäftsjahr einen hohen Gewinn

Warum sich die Investitionen in grüne Energien allmählich auszahlen

Vor knapp einer Woche hat der Energiekonzern RWE seine Prognose um 1,5 Milliarden Euro nach oben angepasst. Schon in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres konnte das Unternehmen seinen Gewinn um über eine Milliarde Euro auf 2,8 Milliarden Euro steigern. “Im ersten Halbjahr 2022 haben wir unser Ergebnis deutlich gesteigert”, erklärte CEO Markus Krebber in einer Mitteilung am Donnerstag. Der Geschäftsbereich “Wasser, Biomasse, Gas” hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 297 Milliarden auf 755 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

Zum Unternehmen

Die RWE AG, bis 1990 Rheinisch Westfälisches Elektrizitätswerk AG, ist ein börsennotierter Energieversorgungskonzern. Das Essener Unternehmen war am Umsatz gemessen zeitweise der zweitgrößte Energieversorger Deutschlands und gehört gegenwärtig zu den Top vier Energieversorgern. 

Wissenswertes

Kritiker warfen RWE vor, an konventionellen Energien wie Braunkohle festzuhalten und den Ausbau an grünen Energien nicht hinreichend zu fördern. RWE selbst ist größter Nutzer von Braunkohle in Deutschland. Weiterhin wurde die Zerstörung von Ortschaften und der Natur durch das Abtragen der Erde kritisiert. So musste 2018 das fast 1000 Jahre alte Dorf Immerath den Plänen von RWE weichen, ebenso der Hambacher Forst. 

RWEs Stromerzeugung setzte sich im Jahr 2021 aus folgenden Werten zusammen: 52,4 Prozent Gas, 45,9 Prozent Braunkohle, 32,2 Prozent Erneuerbare Energien, 22,7 Prozent Kernenergie, 7,1 Prozent Steinkohle und 0,04 Prozent Pumpspeicher und Batterien.

Chartanalyse

Das Grundkapital der Aktiengesellschaft ist eingeteilt in rund 676 Millionen Stammaktien. Diese werden derzeit für rund 42 Euro gehandelt. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine mussten die Wertpapiere einen Verlust von über 17 Prozent hinnehmen. Seitdem haben sich die Aktien wieder erholt und im Mai mit 43,12 Euro ein neues 10-Jahres-Hoch gebildet. Wird der Aufwärtstrend der Aktie fortgesetzt, erscheint ein neues Hoch in diesem Jahr nicht unwahrscheinlich. 

Umsatz durch Windkraft

Die hohen Strompreise sorgen bei RWE besonders bei erneuerbaren Energien für satte Gewinnsteigerungen. Die günstigen Windbedingungen ließen die Gewinne des Mega-Offshore-Windparks Triton Knoll in der Nordsee um fast 200 Millionen Euro anwachsen. Die Produktion von Strom stieg im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent. In den ersten beiden Quartalen hat RWE knapp zwei Milliarden Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien gesteckt, bis Ende des Jahres sollen die Investitionen auf fünf Milliarden Euro ansteigen. 

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