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Die Risiken der Aktienmärkte - warum die jüngsten Anstiege kritisch zu bewerten sind

Seit dem Tief im vergangenen Winter haben sich die internationalen Aktienmärkte- und indizes wieder erholt und befinden sich in einem Aufwärtstrend.

Allerdings ist diese Bewegung kritisch zu bewerten, da sowohl der Ukraine-Krieg, die pandemische Lage als auch die Inflation allgegenwärtig sind. 

DAX: Der deutsche Aktienindex (ISIN: DE000VE7BAC7 ; WKN: VE7BAC) hat vergangene Rückschläge wieder ausgeglichen und befindet sich momentan wieder auf dem selben Niveau wie vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Dennoch hat der bedeutsamste Index Deutschlands innerhalb von einer Woche wieder knapp 2,7 Prozent einbüßen müssen. Christian Kahler, Aktienstratege der DZ Bank bleibt jedoch weiter optimistisch: “Ich sehe momentan eine normale Marktentwicklung, also einen zyklischen Aufschwung nach dem Dip.” Der Analyst hat für das Jahresende ein Kursziel von 16.000 Punkten prognostiziert. 

Gegenwärtig steht der deutsche Aktienhandel massiv unter Druck: Die bekannt gewordenen Morde an ukrainischen Zivilisten in Butscha, erhöhen die Forderung westlicher Staaten die Sanktionen auf Russland zu erhöhen und russische Gas- und Ölimporte zu stoppen. Dies könnte zu einer Rezession führen, wodurch ein jetziges Wachstum gehemmt wird. 

Die Preise für russische Rohstoffe sind seit Beginn des Krieges stark gestiegen. Begründen lässt sich dieser Boom durch die Sorge vor einer Ressourcenknappheit, die durch Lieferstopps eingeleitet werden könnte. Auch wenn die russischen Rohstoffe mit einem Risikoaufschlag gehandelt werden, sind die Preise wieder gesunken. Der Ölpreis befand sich am Tag der russischen Invasion bei rund 98 Dollar und ist nun von 130 auf knapp 110 Dollar gesunken. 

Robert Halver, Aktienstratege der Baader Bank, deutet den derzeitigen Aktienverlauf damit, dass sich die Märkte den Umständen angepasst haben: “Sie gehen davon aus, dass die Energieversorgung funktioniert und dass Russland weiter liefert. Dafür spricht auch, dass Putin in der Ukraine nicht die Pipelines bombardiert.” 

Trotz der prekären militärischen Lage in der Ukraine und der Unberechenbarkeit des russischen Machthabers scheinen sich die Märkte der gegenwärtigen Lage angepasst zu haben. Aktionäre sollten sich jedoch bei Investitionen nicht blind auf den Verlauf des DAXes verlassen, sondern auf Einzelwerte achten. Nach wie vor gilt ein erhöhtes Risiko für Wertpapiere von Unternehmen, die einen Bezug zu Russland haben. Gleiches gilt für ähnliche, konjunktursensible Branchen.

Quelle: Handelsblatt vom 06.04.2022

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