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BioNTech SE
WKN A2PSR2

Die Rückkehr der Biotechnologieunternehmen

BionTech und Valneva mit hohem Kursziel - Warum die Impfstoff-Aktien im September eingebrochen sind und nun eine Renaissance feiern könnten.

Für beide Biotechunternehmen war der September kein goldener Monat: Das Mainzer Unternehmen BionTech musste einen Verlust von knapp sechs Prozent hinnehmen, mit der Valneva-Aktie ging es im letzten Monat sogar 40 Prozent abwärts. Dennoch zeigen sich Analysten und Experten der Berenberg-Bank und von Goldman Sachs optimistisch.

BionTech 

Am letzten Handelstag des dritten Quartals legten die Wertpapiere um gut zwei Prozent zu und reduzierten damit das Monatsminus auf rund sechs Prozent. Ein versöhnliches Ende für einen turbulenten Monat. 

Das börsennotierte Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Mainz gehört aufgrund seines mRNA-Impfstoffes zu den Gewinnern der Pandemie. Während der Umsatz 2017 noch bei 69,5 Millionen Euro lag, erzielte der Konzern 2020 einen Umsatz von 482,3 Millionen Euro. Allerdings scheint sich mit Fortschreiten der pandemischen Lage die Situation auf den Aktienmärkten zu verändern. Am 20. September waren die Wertpapiere von 145 auf 126 Euro eingebrochen, nachdem US-Präsident Joe Biden in einem Fernsehinterview die Aussage “Die Pandemie ist vorbei” getätigt hatte. 

Seit ihrem September-Tiefstand haben sich die Anteilsscheine wieder um fast zehn Prozent erholt. Am vergangenen Mittwoch waren die Aktien sogar kurzzeitig 141,10 Euro wert, was offenbar einer neuen Einschätzung des Analysten  Zhiqiang Shu von der Privatbank Berenberg geschuldet war. 

Das neue Kursziel lässt sich mit einem Wert von 312 US-Dollar beziffern. Damit befindet sich dieses rund 130 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Der Berenberg-Analyst setzte das Biotech-Unternehmen auf “Buy”, während Analysten wie Emmanuel Papadakis von Deutsche Bank Research eher zum Halten der Aktie raten. 

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Valneva

Das französische Biotech-Unternehmen mit Sitz in Saint-Herblain partizipierte ebenfalls an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen COVID-19 namens VLA2001. Am 24. Juni 2022 hat die EU-Kommission die Marktzulassung für Valnevas Corona-Impfstoff VLA2001 zur Verwendung als Erstimpfung für Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren erteilt. Diese Standard-Marktzulassung gilt für alle 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen.

Im Gegensatz zu BionTech hat sich der Konkurrent aus Frankreich nur eingeschränkt erholt: Nach einem Kursrutsch von 40 Prozent und den jüngsten Gewinnen von drei Prozent bleibt die Kursentwicklung dennoch ein Desaster. Mitverantwortlich sind vermutlich die Marktzulassung sowie die Reduzierung der bestellten Dosen.  Die von der EU-Kommission ursprünglich bestellten 60 Millionen Impfdosen wurden zusammengestrichen auf nur noch 1,25 Millionen Dosen. 

Scheinbar bietet die Aktie noch ein Aufwärtspotenzial von 50 Prozent, wovon gegenwärtig nicht viel zu sehen ist. Wegen deutlich niedrigerer EU-Bestellungen sei die eigene Herstellung ausgesetzt und Valneva müsse einem Produktionspartner gegen Ausgleichszahlungen kündigen.  Goldman Sachs-Analyst Keyur Parekh sieht  „ein starkes Signal dafür, dass das Unternehmen nicht mehr mit nennenswerten Auftragseingängen für seinen Impfstoff rechnet“. Eine Renaissance der Valneva-Aktie erscheint infolgedessen äußerst fragwürdig. 

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